Die Idee der Restaurantbesitzerin Minu Pauline ist so genial wie einfach: Sie möchte nicht mehr, dass hungrige Menschen gezwungen sind, in ihren Abfalltonnen nach Essenresten zu wühlen und fordert die Menschen deshalb dazu auf, frische Lebensmittel mit ihr gemeinsam zu teilen.


Dieser Kühlschrank nennt sich »Baum der Güte«

420 Liter fasst der Kühlschrank, den Minu Pauline auf dem Bürgersteig vor ihrem Restaurant aufgestellt hat. Darin stehen nicht etwa Getränke, die sie bei warmem Wetter an Passanten verkauft, sondern Lebensmittel »for free«. Denn diese junge Frau möchte nicht nur zahlende Kunden satt bekommen, sondern auch diejenigen, die bislang ihre Abfalltonnen nach verwertbaren Lebensmitteln durchsuchten. Das demütigende Wühlen im Müll und das Verspeisen schmutziger Reste soll den Hungrigen von jetzt an erspart bleiben, sie dürfen sich ihr Essen gut verpackt und gekühlt aus dem »Nanma Maram« abholen, dem Baum der Güte, wie Minu ihr Kühlgerät nennt. Der Kühlschrank steht vor dem Restaurant Pappadavada in Kochi, Südindien, wo zahlreiche Menschen nicht wissen, wie sie sich Tag für Tag ernähren sollen.


Minu Pauline wünscht sich möglichst viele Nachahmer

Prinzipiell darf jeder hier seine Lebensmittelspenden einstellen, gut verpackt und datiert, damit Minu besser darüber wachen kann, dass nichts schlecht wird. Auch Essenreste aus ihrem eigenen Restaurant sind willkommen. Minu selbst will dafür sorgen, dass sich pro Tag mindestens 50 Portionen im Kühlschrank befinden, sodass möglichst niemand hungrig wieder gehen muss. Ausdrücklich ermuntert sie die Menschen nicht, Speisen in ihrem Restaurant zu kaufen, mit dem Ziel, diese zu teilen, denn sie möchte keinen finanziellen Vorteil aus dem Projekt ziehen. Ganz im Gegenteil: Gern würde sie es sehen, wenn sich möglichst viele Nachahmer fänden, auch die direkte Konkurrenz darf sich ihre Idee selbstverständlich abgucken.

In diesem Video könnt ihr euch die Story auf Englisch anhören

https://www.youtube.com/watch?v=6NXPlJ1hxgs

Und was ist, wenn sich Menschen an dem rund um die Uhr zugänglichen Kühlschrank bedienen, die es überhaupt nicht nötig haben, kostenlos zu essen? Diese Frage bekümmert Minu Pauline überhaupt nicht, denn sie hat sich entschlossen, auf das Gute in ihren Mitmenschen zu vertrauen.

Quelle: thehindu.com

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