Dass Roboter in naher Zukunft zahlreiche Aufgaben übernehmen werden, die heute noch von Menschen erledigt werden, scheint bereits seit längerem ausgemacht. Der Job des Polizisten allerdings wurde in dieser Diskussion bisher eher selten erwähnt. Die chinesische „National Defense University“ hat nun aber einen Roboter namens Anbot präsentiert, der in Zukunft selbstständig auf Patroullie gehen könnte. Im Ernstfall kann er dabei sogar Täter eigenständig außer Gefecht, indem er seinen integrierten Elektroschocker zum Einsatz bringt. Auch die chinesischen Entwickler scheinen aber Angst vor so viel Eigenständigkeit der künstlichen Intelligenz zu haben: Die Waffe kann bisher nur eingesetzt werden, wenn ein menschlicher Kollege den Befehl erteilt.


Mikrofone und Kameras sichern Beweismaterial und erkennen verdächtiges Verhalten

Ansonsten ist der Anbot allerdings weitgehend eigenständig aktiv. So soll die künstliche Intelligenz in der Lage sein, selbstständig ein Gebiet auszusuchen, in dem er auf Streife geht. Mit Hilfe des integrierten Tablets können Passanten dann beispielsweise vor Ort die Polizei über ein Verbrechen informieren und gegebenenfalls menschliche Polizisten zu Hilfe rufen. Der Roboter soll mit Hilfe von Mikrofonen und Kameras aber auch eigenständig seine Umgebung wahrnehmen und aufzeichnen und in diesem Zusammenhang verdächtiges Verhalten erkennen. Auf diese Weise ist dann im Zweifelsfall bereits Beweismaterial gesichert. Der Anbot kann zudem auch die Verfolgung eines Verdächtigen aufnehmen – allerdings nur mit einer Geschwindigkeit von achtzehn Stundenkilometern und nicht über Treppen oder ähnliche Hindernisse.


Der Anbot könnte auch gegen ungewollte Demonstrationen eingesetzt werden

Optisch sieht der Anbot nämlich nicht aus wie ein menschlicher Polizist, sondern ähnelt eher einer großen Version von R2D2 mit integriertem Tablet. Ganz so süß wie er aussieht soll der Anbot aber gar nicht sein. Denn die Entwickler haben den Polizei-Roboter auch mit der Fähigkeit ausgestattet, Unruhen zu unterbinden und Demonstrationen aufzulösen. Dabei kann der integrierte Elektroschocker zum Einsatz kommen – theoretisch wäre es aber auch möglich, Tränengas zu versprühen. Nach rund achtzehn Stunden muss der Anbot dann allerdings seinen Akku wieder aufladen – erledigt aber auch diese Aufgabe ganz autonom.

Via: Popsci

2 Kommentare

  1. Fattyman

    28. April 2016 at 09:57

    Die Existenz dieses Roboter stellt an sich eine Verletzung der 3 Asimovschen Gesetze dar. Diese Roboter werden spätestens dann wieder ausser Dienst genommen, wenn es bei den aufgelösten Dermonstrationen zu Todesopfern unter Verwandten von „hohen Bonzen“ kommt.

  2. Christoph

    28. April 2016 at 16:04

    Klar, der soll auch bei Demonstrationen zum Einsatz kommen. Nun gut, die Demos in China sind eh nie so groß wie in Deutschland. Aber hier würden die den Roboter zerkloppen.^^

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