Spritzen – viele Menschen (mich eingeschlossen) fühlen sich nicht gerade wohl beim Gedanken an diese. Einige Schätzungen vermuten, dass etwa jeder Zehnte Angst vor Spritzen hat. Experten fürchten, dass Menschen sich aus Angst deswegen vor vielen wichtigen Impfungen drücken könnten.


Impfen
Foto: vibrierende Spritze für Impfen; Autor: Bin im Garten CC BY-SA 3.0 (VIA WIKIMEDIA COMMONS)

Mit Druck und Vibration gegen den Schmerz

Doch diese Angst könnte bald Vergangenheit sein. Beim jährlichen Treffen der amerikanischen Gesellschaft für Anästhesie wurde eine neue Idee präsentiert, die endlich Abhilfe schaffen könnte. Aus der Studie geht hervor, dass Druck und Vibration direkt vor dem Einstich dabei helfen können, den Schmerz zu lindern bzw. zu unterdrücken.

Die Natur überlisten

Die Ursache dafür liegt in der Kontrollschrankentheorie des Schmerzes. Das bedeutet, dass der Schmerz, wie wir ihn wahrnehmen, erst dann auftritt, wenn er (bzw. das Signal) das Gehirn erreicht. Dazu muss das Signal allerdings einige Schranken entlang des Nervenstranges zurücklegen. Beschäftigt man diese Schranken mit anderen Reizen, wie z.B. Druck oder Vibration, kann sich der Einstich an der Schranke vorbeimogeln und für uns unbemerkt bleiben.


Der schmerzfreie Patient

Die Forscher überprüften auch den Effekt von Kälte oder Wärme, diesen zeigen allerdings nicht so starke Auswirkungen wie Druck und Vibration. Die Studie ist mit 21 Probanden zwar recht klein angelegt, die Forscher hoffen aber, durch weitere Tests die aktuelle Entwicklung unterstützen zu können. Bereits jetzt gibt es viele Interessenten und Ideen, um Patienten die Angst und den Schmerz nehmen zu können. Erste vibrierende Spritzen finden bereits ihren Weg auf den Markt.

Sollten sich diese Ergebnisse bestätigen und Einzug in die Arztpraxen finden, könnte eines der Horrorszenarien der Kindheit (und Erwachsenen) endlich der Vergangenheit angehören – fehlt eigentlich nur noch der schmerzfreie Zahnarzt.

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