Vor kurzem wurde bekannt, dass Apple bei seinen iPhones mit einer Lebensdauer von lediglich drei Jahren kalkuliert. Anschließend kaufen die meisten Kunden bereits ein neues Smartphone. Diese Konsumlaune ist gut für die Unternehmensbilanz, sorgt aber auch für einen enormen Verbrauch an teilweise eher seltenen Ressourcen. Apple versucht daher bereits seit längerem, Altgeräte zurückzuerhalten und dann fachgerecht zu entsorgen. Dies bringt aus umwelttechnischer Sicht gleich zwei Vorteile mit sich: Die Technik landet nicht auf der Müllkippe und die natürlichen Vorkommen der Materialien können geschont werden. Auch finanziell kann sich das Recycling durchaus lohnen: So recycelte Apple alleine im Jahr 2015 Gold im Wert von vierzig Millionen Dollar.


Sechzig Prozent der eingesammelten Altmaterialien können erneut verwendet werden

Gold kommt dabei bei vielen Hightech-Geräten zum Einsatz, weil es vergleichsweise gut elektrisch leitet und nicht so schnell korrodiert. In absoluten Zahlen kam dabei dabei gar nicht so viel Gold zusammen: Insgesamt konnte Apple eine knappe Tonne des wertvollen Rohstoffes zur Wiederverwendung sichern. Zum Vergleich: Es kamen auch 10.432 Tonnen Stahl und knapp 5.896 Tonnen Plastik zusammen. Weil aber Gold natürlich das mit Abstand wertvollste Material ist, reichte schon die vergleichsweise kleine Menge aus, um damit den höchsten Materialwert zu generieren. Insgesamt sammelte Apple im vergangenen Jahr mehr als 40.000 Tonnen an alten Produkten ein und konnte davon immerhin sechzig Prozent der enthaltenen Materialien für die Wiederverwertung nutzen.


Moderne Robotertechnik soll beim Recycling der iPhones helfen

Entnommen werden können diese Angaben dem jährlichen Nachhaltigkeitsbericht des Unternehmens. In diesem listet das Unternehmen alle Maßnahmen auf, die den ökologischen Fußabdruck der Geräteproduktion so gering wie möglich halten sollen. Teil dieser Bemühungen war dabei auch die Entwicklung des Roboters Liam. Dieser kann voll automatisch bis zu 1,2 Millionen iPhones auseinandernehmen und dem Recyclingprozess zuführen. Aktuell wird er dabei in zwei Recyclingzentren in Kalifornien und den Niederlanden getestet. Der Roboter soll in Zukunft dazu beitragen, noch mehr alte Geräte recyceln zu können. Schon jetzt kann sich die Bilanz des Unternehmens allerdings sehen lassen: Seit 1990 wurden mehr als 270.000 Tonnen an Altmaterial recycelt.

Via: Digitaljournal

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