Felix Durst und David Ziegler aus München wollen mit den aquabook Wasserflaschen für mehr Nachhaltigkeit sorgen und Einweg-Plastik-Flaschen den Kampf ansagen. Die wiederverwendbaren und individualisierbaren Wasserfalschen kommen in einem praktischen DIN A5 Design daher. So lassen sich die mobilen Wasserspender bequem in der Tasche verstauen. Die Wasserflaschen bestehen aus Tritan Copolyester, einem synthetischen Polymer das dem hersteller zufolge BPS- und BPA-frei ist und recycelt werden kann.


Wiederverwendbare individualisierbare Wasserflaschen

Was es mit der Produktion und dem Ressourceneinsatz von herkömmlichen PET-Flaschen auf sich hat, haben wir gestern im Bericht über Ooho Water bereits zusammengefasst. Statistiken zufolge erhöht sich der Verbrauch von Einwegflaschen jährlich um 10 Prozent. Oftmals landen die Flaschen nach einmaligem Gebrauch im Müll und tragischer Weise zuletzt auch im Meer. Es ist an der Zeit Änderungen einzuleiten. Die Hersteller der aquabook Flaschen verfolgen eine klare Vision. Sie wollen die Menschen dazu bewegen wieder mehr auf Nachhaltigkeit zu achten und das am einfachsten mit einem coolen und ziemlich Alltags-praktischen Produkt. Die aquabook Flaschen passen bequem zwischen die Bücher und können beliebig oft nachgefüllt werden. Für die Reinigung der Flaschen gibt es mit der aquabrush auch eine eigens für aquabook entwickelte Reinigungsbürste. Zudem bietet das Unternehmen auch Reinigungstabletten an, die zu 100% biologisch abbaubar sind.


Dank des hochentwickelten UV-Digital Druckverfahrens können die aquabooks auch mit Wunschmotiven und Bildern bedruckt werden. Das klingt alles sehr spannend. Aktuell werden die flachen Flaschen im DIN A 5 Format auf der Crowdfunding Plattform Kickstarter vorgestellt. Die Kampagne läuft noch bis zum 11. November. Unterstützer können sich eine aquabook Flasche bereits ab 16 Euro sichern. Knapp 23 Euro soll eine aquabook einmal im Handel kosten. Die ersten Erzeugnisse sollen nach einer erfolgreichen Finanzierung im Februar 2016 ausgeliefert werden.

Tritan vs BPA-Plastik

Die aquabooks werden aus Tritan hergestellt. Es handelt sich bei dem Stoff ebenfalls um einen Kunststoff, der sich nicht natürlich abbaut und in der Folge, wie auch Plastik und Kunststoffe, im Allgemeinen für generelle Umweltbedenken sorgt. Angaben des Tritan Herstellers Eastman-Chemicals zufolge kommen die Flaschen jedoch ohne dem Zusatz Bisphenol A (BPA) aus. Immer mehr Menschen, die sich mit dem Thema einmal auseinandergesetzt haben, begeben sich auf die Suche nach BPA-freien Trinkflaschen und werden nun auch bei den aquabooks fündig. Tritan ist ein thermoplastischer Kunststoff, lebensmittelecht, geschmacksneutral, wärmebeständig, Spühlmaschinen-fest und bruchsicher ist. Zudem kann Tritan gut in Form gebracht werden und ist dennoch recht stabil. Bisher liegen noch keine Daten zu gesundheitlichen Bedenken bei Tritan vor, so dass Tritan Flaschen BPA belasteten Einweg-Flaschen durchaus vorgezogen werden können. Als Alternative bieten sich Trinkflaschen aus Glas oder Edelstahl an.

Das Thema Tritan ist sehr umstritten. So handelt es sich bei Eastman-Chemicals um einen milliardenschweren Konzern, dem es im letzten Jahr beispielsweise gelang das Unternehmen PlastiPure/CertiChem gerichtlich mundtot zu machen. PlastiPure/CertiChem habe schließlich östrogene Wirkungen von Tritan nachweisen können. Eastman-Chemicals wehrte sich allerdings erfolgreich mit einer Klage. Angaben zur Toxizität oder den Umweltauswirkungen fehlen im Material „Safety Data Sheet“ des Tritan-Herstellers. Das Dokument bestätigt, dass Kunststoffe auf Tritan-Basis frei seien von hormonell wirksamen Substanzen.

Vor etwas mehr als einem Jahr haben wir bereits über die Memobottles berichtet. Hierbei handelt es sich ebenfalls um praktische Wasserflaschen aus Tritan, die in unterschiedlichen Größen angeboten werden.

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