Auf der Suche nach Leben im All, sind Forscher nun mit Hilfe der Weltraumteleskope „Hubble“ und „Spitzer“ auf einem kleinen Exoplaneten auf Wasser gestoßen. Das ist eine kleine Sensation, da Wasser im All bekanntlich rar ist. Der Planet mit der Katalognummer HAT P-11b befindet sich 124 Lichtjahre von der Erde entfernt und somit außerhalb unseres Sonnensystems. Folglich ist das zugleich auch der erste Planet auf dem Spuren von Wasser gefunden wurden und der nicht unserem Sonnensystem angehört. Jonathan Fraine und seine Kollegen von der Universität von Maryland in College Park schreiben in der Fachzeitschrift Nature, dass mit der Arbeit ein wichtiger Meilenstein im Hinblick auf der Suche nach Wasser auf anderen Planeten gelungen ist.


Die Erde aus der Perspektive des Saturns
Die Erde aus der Perspektive des Saturns

Auf der Suche nach Leben im All

Wasser gilt als wichtigste Voraussetzung für Leben, so dass zunächst die Hoffnung bestand auf dem kleinen Exoplaneten auch Leben vorzufinden. Die Beobachtungen von Licht und Helligkeitsstrukturen innerhalb der Postkartenatmosphäre machen sich die Forscher zu Nutze um Wasser nachzuweisen. Der Planet HAT P-11b misst im Durchmesser gerade einmal das Vierfache unserer Erde und ist dabei in etwa so groß wie der Neptun. Die Voraussetzungen für Leben sind zunächst also vielversprechend. Einen kleinen Haken hat das Ganze dann aber doch. Im Gegensatz zum Neptun, umkreist HAT P-11b seinen Heimatplaneten viel näher. Das bedeutet wiederum eine auf dem Planeten vorherrschende Durchschnittstemperatur von 600 Grad Celsius und somit kein Leben.

Die Forscher fanden mit der Hilfe der Weltraumteleskope Signaturen von Wasserdampf in den oberen Atmosphärenschichten. Künftig soll mit noch besseren Geräten verstärkt Ausschau nach erdähnlichen Planeten gehalten werden um die Suche nach Wasser im All fortzuführen. Im Optimalfall werden die Wissenschaftler auch fündig und sichten einen Planeten mit Wasser-Signaturen innerhalb der Atmosphäre, der sich auch noch im Rahmen der „bewohnbaren“ Zone befindet. Die Erkenntnisse aus der Entdeckung von HAT P-11b bilden ein wichtiges Puzzleteil für zukünftige Untersuchungen, betont der Forschungsleiter Prof. Drake Deming von der Universität von Maryland.


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