Weltweit spielt Atomenergie auch weiterhin eine wichtige Rolle bei der Stromproduktion. Jedoch entstehen dabei größere Mengen radioaktiver Abfälle, die ihre Radioaktivität oft über mehrere Jahrhunderte behalten. Und bis heute fehlt es an zuverlässigen Optionen für die Lagerung dieser Abfälle – was sie zu einem globalen Problem macht.


Foto: Michielverbeek [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Alle untersuchten Lagerstätten hatten Strahlenlecks

In einer neuen Studie haben Forscher die Möglichkeiten zur Lagerung radioaktiver Abfälle in sieben Ländern untersucht, genauer gesagt in den Vereinigten Staaten, Japan, Frankreich, Belgien, Großbritannien, Finnland und schweden. Dabei kamen sie zu dem Schluss, dass die meisten Lagerorte nur unzureichend gesichert und gegenüber Naturkatastrophen oder Unfällen verwundbar sind.

Die Lagerung von atomaren Abfällen ist auch weiterhin eine der größten Herausforderungen, wenn es um Atomenergie geht. Lange Zeit hielt man es für sicher, die Abfälle tief unter der Erde zu lagern, aber das scheint ebenfalls nicht komplett sicher zu sein. Laut Greenpeace zeigten alle untersuchten Lagerstätten ein gewisses Maß an Strahlenlecks, die eine große Gefahr für die Umwelt darstellen.


More than 65 years after the start of the civil use of nuclear power, not a single country can claim that it has the solution to manage the most dangerous radioactive wastes„, so Shaun Burnie, der bei Greenpeace Deutschland arbeitet und die Studie leitete.

Wir brauchen sichere Lagerstätten

Schlimmer noch ist, dass viele der Lagerstätten an Orten liegen, die von Naturkatastrophen bedroht sind. So bauen die USA zum Beispiel aktuell an einer Lagerstätte im Bundesstaat Nevada, und zwar an einem Ort, der sowohl von seismischer als auch von vulkanischer Aktivität bedroht ist.

Die Anlage liegt in einem Bergmassiv namens Yucca Mountain und wurde von Ex-Präsident Barack Obama 2010 mit einem Baustopp belegt. Der aktuelle Präsident Donald Trump zeigte jedoch starkes Interesse daran, die Bauarbeiten wieder aufzunehmen. Generell scheinen in den USA die Interessen des Volkes in Bezug auf atomare Abfälle derzeit nicht besonders aktiv vertreten zu werden.

In ihrem umfassenden Bericht kommen die Forscher zu dem Schluss, dass dringend wirklich sichere Lagermöglichkeiten für nukleare Abfälle gefunden werden müssen. Denn diese werden auch noch ein Thema sein, wenn die Menschheit sich schon lange von der Atomenergie abgewendet hat.

via EcoWatch

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1 Kommentar

  1. Björn

    6. Februar 2019 at 06:31

    Ich denke dass wir die Abfälle nur noch für max. 100-150 Jahre lagern müssen, dann sollten die Menschen so weit sein diese im Weltall/Sonne entsorgen zu können.

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