Trotz Klagen, massiven Widerständen und einer Mehrzahl der Bevölkerung, die gegen den Betrieb von Atomkraftwerke ist, wird Japan noch in dieser Woche wieder das erste AKW hochfahren. Die letzten zwei Jahre kam Japan gänzlich ohne Atomstrom aus, die Katastrophe von Fukushima sorgte schließlich dazu, dass zunächst alle Kraftwerke abgestellt wurden. Japans Ministerpräsident Shinzo Abe sieht den Neustart des kleinen Kraftwerks im südjapanischen Sendai als Meilenstein seiner Energiepolitik. Das Land ist empört.


Interceptor Drohne zum Schutz der Atomreaktoren

Japan fährt AKWs wieder hoch

Am Dienstag soll in Japan das erste Atomkraftwerk seit kannp zwei Jahren wieder hochgefahren werden. Berichten zufolge sollen die nächsten Starts auch nicht mehr länger auf sich warten lassen. Die Regierung in Japan scheint nicht viel dazu gelernt zu haben. Günstig ist auch die aktuelle Stunde. Es sind Ferien, die Städte sind leerer als sonst, Journalisten sind mit Jubiläen wie etwa dem 70. Jahrestag des Gedenkens an Hiroshima beschäftigt. Da kommt es ganz gelegen erst einmal ein schlecht erreichbares kleineres AKW wieder neu zu starten. Die Initiatoren machen die Rechnung jedoch ohne Widerstände und versierte Journalisten, die sich trotz strenger Kontrollen den Weg zum AKW bahnen.


Trotz der Kritik möchte die rechtskonservative Regierung Japans wieder zum Atomstrom zurückkehren. Rückhalt gibt es von den Gerichten, die die neuen Sicherheitsstandards für angemessen halten. Ab Freitag soll das AKW wieder Strom produzieren und im September die volle Auslastung erreichen.

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