Autos ohne funktionierende Stoßdämpfer erhalten in Deutschland keine Zulassung für den Straßenverkehr. Anders als der Name suggeriert, besteht ihre Aufgabe dabei nicht darin, durch Unebenheiten verursachte Stöße abzufangen – dazu dient die Federung. Vielmehr fangen Stoßdämpfer die dabei entstehenden Schwingungen auf und verwandelt diese in Energie. Bisher geht diese Energie dann aber in Form von Wärme ungenutzt verloren. Der deutsche Autohersteller Audi hat nun allerdings eine Technik entwickelt, bei der die Stoßdämpfer genutzt werden, um die Batterie eines Hybridfahrzeugs aufzuladen. Auf einer frisch gedeckten Autobahn können so immerhin drei Watt gewonnen werden. Bei schlechteren Straßen ist allerdings auch deutlich mehr möglich.


Quelle: Audi
Quelle: Audi

Kurven, Bodenwellen und Schlaglöcher sorgen für Strom

Audi geht dabei davon aus, dass die Rekuperationsenergie bei einer normalen Fahrt zwischen 130 und 150 Watt liegen wird. Bei Nebenstraßen mit vielen Schlaglöchern dürfte der Wert dann noch einmal deutlich höher sein. Möglich wird dies durch den Einsatz elektromagnetischer Stoßdämpfer, die die herkömmlichen hydraulischen Dämpfer ersetzen. Die in jeder Kurve, bei jeder Bodenwelle und bei jedem Schlagloch entstehenden Schwingungen werden so in Strom umgewandelt und können dann für den Antrieb genutzt werden. Zukünftig werden die Hybridmotoren von Audi also nicht mehr nur bei Bremsvorgängen, sondern auch während der ganz normalen Fahrt aufgeladen. Auf diese Weise soll der Kraftstoffverbrauch sinken und die Umwelt geschont werden.

Die neuen Stoßdämpfer sorgen auch für mehr Platz

In konkreten Zahlen bedeutet dies: Pro Kilometer sind Einsparungen von drei Gramm CO2 möglich. Der eROT genannte Stoßdämpfer besitzt zudem noch einige weitere Vorteile: So kann das System an die Beschaffenheit der Straße und den eigenen Fahrstil angepasst werden und soll so für einen höheren Fahrkomfort sorgen. Außerdem kann der Stoßdämpfer horizontal verbaut werden und sorgt so für Platzeinsparungen. Diese könnten dann beispielsweise genutzt werden, um die Modelle von Audi mit größeren Kofferräumen auszustatten. In Zukunft will Audi verstärkt auf den Antrieb mit Hilfe von Elektromotoren setzen: So sollen bis zum Jahr 2020 insgesamt drei Elektromodelle auf den Markt kommen.


Via: Audi

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