In Deutschland entstehen Tag für Tag neue Verkehrs- und Siedlungsflächen, durchschnittlich werden alle 24 Stunden 60 Hektar Boden zubetoniert oder -gepflastert. Das sind immerhin etwa 100 Fußballplätze, die sich an nur einem Tag von offenem Land in bebaute Fläche verwandeln. Das Ergebnis: Zersiedlung und Versieglung.


Von self – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

Versiegelung und Zersiedelung richten Umweltschäden an

Das Versiegeln neuer Flächen tut der Umwelt alles andere als gut, das weiß fast jeder. Überall dort, wo Pflastersteine, Beton oder Asphalt dicht an dicht auf dem Boden landen, gelangt das Regenwasser nicht mehr in den Boden. Das Pflanzenwachstum wird stark eingeschränkt und in festgelegte Bereiche verdrängt. Fruchtbare Erde verschwindet an vielen Stellen auf Nimmerwiedersehen. Grünflächen in den Städten und rundherum sind besonders gefährdet: Sie ergeben attraktive Siedlungen oder lassen sich wunderbar mit neuen Straßen bedecken. Auf lange Sicht sinkt an vielen Orten der Grundwasserspiegel, Dürreschäden mehren sich, das Hochwasserrisiko steigt. Unsere Kanalsysteme müssen mit immer mehr Wasser klarkommen, bei starken Regengüssen wird es dann manchmal eng.

Wohnraum für etwa 5 Millionen Menschen wartet!

Die Zersiedlung von Landschaften hat auch für die Tiere Konsequenzen. Straßen und Siedlungen zerschneiden Reviere, der Straßenlärm stresst das Wild, die Rückzugsgebiete schrumpfen. Ab 2020 strebt die Bundesregierung das Ziel an, nur noch 30 Hektar pro Tag neues Land für Straßen, Dörfer und Städte zu erschließen. Doch das erscheint noch immer ziemlich viel! Wo liegt die Lösung, die Menschen müssen doch schließlich irgendwo wohnen?


Unsere Überschrift sagt es bereits: Nicht nur auf den zahlreichen Supermärkten, sondern auch oberhalb unserer Parkhäuser bieten sich enorme Ausbaumöglichkeiten. Schätzungen besagen, dass dort in luftiger Höhe etwa 2,4 bis 2,7 Millionen neue Wohnungen entstehen könnten! Damit hätten wir, bei einer durchschnittlichen Haushaltsgröße von zwei Personen, genügend Wohnraum für ungefähr 5 Millionen Menschen geschaffen. Die neuen Unterkünfte ließen sich sogar energiesparend konzipieren, indem sie die Abwärme der unter ihnen liegenden Gebäude nutzen. Und die Zufahrtstraßen und Parkplätze für diese Wohnungen wären sogar bereits vorhanden. Warum also nicht gleich damit beginnen?

Quelle: quarks.de

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