Die VOX-Show Die Höhle der Löwen ist für junge Startups eine echte Chance. Neben dem Geld, dass die Löwen investieren, wenn sie von einer Geschäftsidee überzeugt sind, bringen die einzelnen Mitglieder der DHDL-Jury auch viel Wissen mit, von dem die Gründer profitieren können. Aber nicht für jedes Startup wird die Show zu einem Sprungbrett. Dass nicht jede Idee überzeugen kann, liegt in der Natur der Sache. Was den Gründern der Plattform Studyflix passiert ist, fällt aber in eine andere Kategorie. Ihnen wurde kurz vor der geplanten Ausstrahlung der Sendung mitgeteilt, dass ihr Pitch nicht in die Show genommen wird. Das schmerzt vor allem deshalb, weil die Gründer bereits eine beträchtliche Summe investiert hatten.


Bild: Studyflix

Investitionen in fünfstelliger Höhe

Benedikt Bergner und Reinhard Blech haben sich mit ihrem Startup Studyflix, das eine kostenlose Lernplattform für Studenten anbietet, über Wochen intensiv auf die Ausstrahlung ihres Pitches in der Show vorbereitet. In der elften Folge sollte es soweit sein: Die jungen Gründer wollten den Investoren 300.000 Euro entlocken. Dazu kam es jedoch nicht. Denn obwohl der Pitch in den Pressinformationen, die VOX für Die Höhle der Löwen bereitstellt, über Wochen angekündigt und der Pitch auch in Fernsehzeitungen mit Foto als Inhalt der Sendung angegeben wurde, sagte die Produktionsfirma Sony die Ausstrahlung wenige Tage vor dem Sendungstermin am 13. November ab.

Eine Standard-Mail, keine Begründung. Wenige Tage vor der potentiellen Ausstrahlung war das ein herber Rückschlag für das Team, denn die Vorbereitungen waren immens: Allein die Kosten für die Optimierung der Plattform, um dem User-Ansturm während der Ausstrahlung gerecht zu werden, lagen im fünfstelligen Bereich. Auch die enorme Investition an Zeit war für das kleine Team ein Verlustgeschäft„, äußerten sich die Gründer von Studyflix zu der Entscheidung.


Angeblich gab es sogar einen Deal.

Die Enttäuschung der Gründer ließ die Verantwortlichen bei VOX recht kalt. Sie teilten lediglich mit, dass es üblich sei, Material aufzuzeichnen, das letztlich nicht ausgestrahlt wird und verwiesen diesbezüglich hauptsächlich auf dramaturgische Gründe. Die Studyflix-Gründer hingegen schrieben in einem Blogpost, dass ihnen wiederholt versichert worden sei, dass es mit der Ausstrahlung gut aussähe.

Angeblich war der Pitch der beiden Gründer sogar erstmal erfolgreich. Frank Thelen sagte einen Deal zu, der aber im Nachhinein platzte. Diesbezüglich gab es weder von den Gründern noch von Thelen eine Stellungnahme. Erstere verwiesen lediglich auf eine Geheimhaltungsvereinbarung.

Studyflix-Mitgründer Bergner zeigte sich von der Absage durch VOX sehr enttäuscht, sah aber auch positive Aspekte. Sein Team sei mutiger geworden und habe sich durch diese Erfahrung weiterentwickelt. Derzeit beschäftigt Studyflix rund 20 Mitarbeiter, von denen 6 fest angestellt sind.

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