Die Elefanten in Botswana hatten fünf Jahre lang ein leichtes Leben. Der damalige Präsident Ian Khama stellte sie im Jahr 2014 unter strengen Artenschutz, weil er die Dickhäuter nicht nur als kostbaren Teil der afrikanischen Natur ansah, sondern auch ihren Nutzen im Tourismusbetrieb erkannte. Sein Nachfolger hob das Jagdverbot nun wieder auf, er meint, dass es nun mehr als genug Elefanten im Land gibt.


Von Die Autorenschaft wurde nicht in einer maschinell lesbaren Form angegeben. Es wird <a href="//commons.wikimedia.org/wiki/User:Calips" title="User:Calips">Calips</a> als Autor angenommen (basierend auf den Rechteinhaber-Angaben). - Die Autorenschaft wurde nicht in einer maschinell lesbaren Form angegeben. Es wird angenommen, dass es sich um ein eigenes Werk handelt (basierend auf den Rechteinhaber-Angaben)., <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.5" title="Creative Commons Attribution 2.5">CC BY 2.5</a>, <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1093754">Link</a>
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Der Gesamtbestand der Elefanten schrumpft

In Botswana leben immerhin etwa 135.000 graue Eminenzen, damit besitzt das Land die größte Elefantenpopulation des gesamten Kontinents. Der Internationale Naturschutzverband IUCN meldet jedoch, dass der Gesamtbestand in Afrika in den letzten 10 Jahren wieder mal geschrumpft ist: Nun sind es nur noch 415.000 statt wie früher 525.000 Tiere. Trotzdem vertritt der neue botswanische Präsident Mokgweetsi Masisi die Ansicht, dass die Elefanten den Menschen mittlerweile zu sehr ins Gehege kommen. Die Dickhäuter leben zwar vorwiegend in Nationalparks, können sich aber frei bewegen und tauchen dadurch natürlich auch auf den Äckern der Bauern auf, wo sie sich nach Herzenslust bedienen.

Elefanten als politischer Spielball?

Das botswanische Umweltministerium holte sich Rat von Experten, die sich für die Aufhebung des Jagdverbots aussprachen. Der demnächst geplante Abschuss der Tiere solle auf »ordentliche und ethische Art« erfolgen – was auch immer das im Detail heißen mag. In Botswana finden zurzeit vorwiegend Luxussafaris statt, gut zahlende Touristen interessieren sich brennend für die afrikanische Tierwelt und zücken dabei gern statt der Gewehre ihre Kameras. Die nationale Wirtschaft profitiert davon, ebenso wie die Natur, denn sie wird dadurch auch zu einem finanziellen Wert. Umweltschützer vertreten die Ansicht, dass der neue Präsident bei den noch in diesem Jahr anstehenden Neuwahlen auf die Stimmen der Landbevölkerung schielt und deshalb die Elefanten zum Abschuss freigibt. Das wäre also eine politische Entscheidung, die ihm mehr Macht verspricht.


Auch in den Nachbarländern rumort es: Simbabwe, Namibia und Sambia möchten das Elfenbein-Handelsverbot lockern, weil es in einigen Regionen wieder mehr Elefanten gibt. Gefahr für die Dickhäuter ist also an verschiedenen Fronten in Verzug.

Quelle: zeit.de

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