Jahrzehntelang wurde die Raumfahrt vor allem von staatlichen Behörden dominiert. So lieferten sich die USA und die Sowjetunion nicht nur auf der Erde einen Rüstungswettlauf, sondern wetteiferten auch um immer neue Errungenschaften in der Weltraumforschung. Wer dabei erfolgreicher war ist schwer zu sagen. So brachte die Sowjetunion 1961 mit Juri Gagarin den ersten Menschen in den Weltraum. Die Amerikaner wiederum antworteten darauf, indem sie mit Neil Armstrong den ersten Astronauten auf den Mond brachten. Inzwischen machen aber vor allem private Raumfahrtunternehmen mit Visionen auf sich aufmerksam. So will SpaceX beispielsweise eine dauerhafte Kolonie auf dem Mars einrichten. Interessanterweise ist diese Entwicklung dabei nicht nur in den USA zu beobachten, sondern auch in China.


Bild: Landspace Technologies
Bild: Landspace Technologies

Langfristig will Landspace bemannte Raumflüge realisieren

Dort hat das private Unternehmen Landspace nun erstmals einen Transportauftrag aus dem Ausland erhalten: Der dänische Hersteller von Nanoraketen, Gomspace, hat die Firma damit beauftragt die Raketen ins All zu befördern. Die ersten Flüge in die Umlaufbahn sollen dabei bereits im nächsten Jahr stattfinden. Die Firma Landspace ist eine Ausgründung der renommierten Tsinghua University und hat langfristig große Pläne. So hat das Unternehmen bereits ein Konzept für eine mobile Raketenstartplattform auf dem Rücken eines riesigen Lastwagens entwickelt. Auch die bemannte Raumfahrt gehört langfristig zu den Zielen des chinesischen Startups.

China und Europa könnten zukünftig enger zusammenarbeiten

Interessant ist aber auch der Blick auf den dänischen Auftraggeber. Das Unternehmen Gomspace hat nicht nur eine ähnliche Gründungsgeschichte und entstammt der Universität Alborg, sondern arbeitet auch eng mit der europäischen Raumfahrtagentur ESA zusammen. Schwer vorstellbar, dass die Auftragsvergabe an die chinesische Firma ohne die Zustimmung der europäischen Partner erfolgte. Vielmehr ist gut denkbar, dass es sich um eine Art Test für eine mögliche engere Zusammenarbeit zwischen China und Europa in Fragen der Raumfahrt handelt. Der weltweite Markt für private Raumfahrtunternehmen ist jedenfalls extrem lukrativ. Kein Wunder also, dass neben amerikanischen Startups nun auch chinesische Firmen einen Teil des Kuchens abhaben wollen.


Via: Popsci

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