Von der verrückten Welt der Quantenphysik hat wahrscheinlich jeder schon gehört. Diese bietet Phänomene, die man sonst nur aus dem Kino kennt. Teilchen, die an zwei Orten zu gleich sind, Katzen, die gleichzeitig lebendig und tot sind und die Existenz von Parallelwelten. Die sogenannte Viele-Welten-Theorie findet in der theoretischen Physik dabei tatsächlich Beachtung – und laut eines neues Papers aus den USA könnten Parallelwelten tatsächlich existieren.


Die Quantenphysik bricht mit dem Bekannten

Die Forscher schlagen dabei vor, dass diese Parallelwelten nicht nur existieren, sondern auch miteinander interagieren und sich nicht unabhängig voneinander entwickeln. Das faszinierende daran ist, dass sie damit laut eigenen Aussagen alle merkwürdigen Phänomene der Quantenphysik erklären können. Diese Phänomene und die sich daraus ergebenden Eigenschaften sind seit jeher eine Eigenschaft der Quantenphysik, die Physikern Kopfzerbrechen bereitet. Richard Feynman sagte dazu einst, dass er mit großer Sicherheit sagen könne, dass niemand Quantenphysik versteht.
Die Idee, dass verschiedene Paralleluniversen existieren, gibt es schon seit den 50er Jahren. So spaltet sich bei jeder Entscheidung das Universum auf, sodass jede Möglichkeit in einem eigenen Universum erfüllt wird. Demnach gibt es ein Universum, in dem die Dinosaurier überlebt haben und der HSV abgestiegen ist. Da diese Universen sich jedoch nicht beeinflussen und nicht nachweisbar sind, zweifeln viele Wissenschaftler diese Theorie an.


Nur ein Universum von Vielen?

Daher haben die Forscher von der Universität Kalifornien einen komplett neuen Ansatz gewählt. Sie postulieren, dass das Universum, welches wir wahrnehmen, nur eines von unzähligen ist. Einige sind dabei nahezu identisch, andere völlig unterschiedlich. Weiterhin sind sämtliche Universen gleichermaßen real, existieren durchgängig in der Zeit und haben eigene, klar definierte Eigenschaften. Daraus folgern sie, dass sämtliche Phänomene der Quantenphysik aus der Wechselwirkung zwischen den Universen entstehen. Diese Wechselwirkungen könnten es erlauben, Experimente zu gestalten um diese Quanteneffekte nachzuweisen.

Diese Theorie dient dabei nicht nur als Gedankenspielerei oder Vorlage für den nächsten Blockbuster. So könnten sich daraus völlig neue Erkenntnisse im Bereich der Moleküldynamik ergeben, was für das Verständnis chemischer Reaktionen unabdingbar wäre.

Quelle: Sciencedaily

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