Die Firma Hyperloop Transportation Technologies hat im französischen Toulouse mit dem Bau einer Teststrecke begonnen. Wie das Unternehmen bekanntgab, sollen gleich zwei Anlagen errichtet werden. Zum einen ein rund 320 Meter langer Kreislauf mit einem Röhrendurchmesser von vier Meter. Dieser soll noch in diesem Jahr fertig gestellt werden und es ermöglichen, die grundsätzliche Funktionsfähigkeit des Systems unter Beweis zu stellen. Daneben wird aber auch eine gerade Teststrecke mit einer länge von etwa einem Kilometer errichtet, in der erstmals die später geplanten Dimensionen umgesetzt werden. Außerdem wird sich die Konstruktion auf Stelzen in einer Höhe von 5,80 Metern befinden. Dort kann dann erstmals ein Hyperloop in Originalgröße getestet werden. Die Fertigstellung ist für nächstes Jahr geplant.


Die Röhren werden noch ganz klassisch per Lastwagen geliefert. Foto: Hyperloop Transportation Technologies

Bisher wurden Rekordfahrten nur mit kleineren Modellen durchgeführt

Für Testfahren wird dann allerdings noch eine Transportkapsel benötigt. Diese befindet sich aktuell noch in Spanien im Bau, soll aber bereits im Sommer fertig sein. Hyperloop Transportation Technologies setzt auf ein elektromagnetisches Antriebssystem in einer Vakuumröhre. Dadurch sollen deutlich schnellere Geschwindigkeiten erreicht werden als bei klassischen Hochgeschwindigkeitszügen. Bisher handelt es sich aber noch um reine Theorie. Denn der – von Konkurrent Hyperloop One aufgestellte – Geschwindigkeitsrekord für einen Hyperloop liegt nur bei 387 Stundenkilometern – wobei es sich auch noch um ein verkleinertes Modell handelte. Die Teststrecke in Toulouse soll nun dazu beitragen, dass aus dem visionären Konzept tatsächlich bald auch ein reales Produkt wird. Ideen für mögliche kommerzielle Strecken gibt es jedenfalls bereits genug.

Partner der Vision werden durch Anteile entlohnt

Die Konstruktion kann zudem nicht nur von HTT selbst genutzt werden, sondern steht auch verschiedenen Partnern zur Verfügung. Dahinter verbirgt sich der besondere Ansatz des Unternehmens: Statt Firmen für Forschungs- und Entwicklungsarbeit zu bezahlen, werden diese zu einem Teil des Projekts und erhalten entsprechende Anteile. Dadurch soll sichergestellt werden, dass sich zahlreiche Experten zusammenfinden, die an die Zukunft des Hyperloop glauben. Eine tatsächliche Entlohnung erhalten die Partner nämlich nur, wenn das System tatsächlich funktioniert und Gewinne einfährt. Klar ist aber auch: Diese Form der Bezahlung ist schlicht weniger kapitalintensiv. Das vorhandene Geld wiederum kann dann für konkrete Projekte eingesetzt werden – etwa jetzt den Bau der ersten Hyperloop Teststrecke in Originalgröße. Dort soll die Grundlage für einen späteren wirtschaftlichen Erfolg gelegt werden.

Via: Hyperloop Transportation Technologies


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