Neu entwickelte Produkte müssen vor der Markteinführung zumeist einen Langzeittest absolvieren. Dadurch soll verhindert werden, dass nach eingehender Nutzung unerwartete Probleme auftreten. Hansjörg Freiherr von Gemmingen-Hornberg hat seinen Tesla Model S nun einer besonderen Form des Langzeittests unterzogen: Innerhalb von fünf Jahren legte er mit dem Wagen rund eine Million Kilometer zurück. Bestätigt wurde dieser Rekordwert von einem Sachverständigen vor Ort. Umgerechnet entspricht die zurückgelegte Distanz beinahe unglaublichen 600 Kilometern pro Tag. Möglich war dies nur, weil der Fahrer keiner anderen beruflichen Tätigkeit nachgeht: Er ließ sich vor einiger Zeit seinen Erbanteil auszahlen und lebt seitdem von seinem Vermögen. Die freie Zeit nutzt er seitdem zum Autofahren.


Bild: Christopher Dorobek [CC BY 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0)]

Zwischendurch fuhr der Tesla einmal quer durch Europa

Er tat dies vor allem, um medial positive Schlagzeilen für die Elektromobilität zu generieren. Allerdings lief in den rund fünf Jahren auch nicht jede Fahrt vollkommen problemlos. So funktionierte gleich zu Beginn der Ladevorgang an der heimischen Steckdose nicht richtig. Weil der nächste Supercharger zu weit entfernt war, musste der Tesla abgeschleppt werden. Auf der anderen Seite konnte Gemmingen-Hornberg aber auch eine Fahrt vom südlichsten Punkt Europas bis zum Nordkap erfolgreich absolvieren. Im Laufe der Jahre sammelte er zudem Erfahrungswerte, in welchen Ländern die Infrastruktur für Elektroautos wie gut ausgebaut ist. Sein Fazit: In Skandinavien ist die Situation bereits nahe an der Perfektion. Osteuropa hat hingegen noch einiges an Nachholbedarf.

Der Akku musste schon einmal getauscht werden

Auch ein Tesla ist allerdings nicht dafür gebaut, eine Million Kilometer ohne den Austausch von einzelnen Teilen zurückzulegen. So musste nach rund 540.000 Kilometern der Akku getauscht werden. Eigentlich wollte Gemmingen-Hornberg diesen anschließend als Solarspeicher nutzen. Tesla forderte ihn allerdings zur Wiederinstandsetzung zurück. Auch der Motor des Wagens ist offensichtlich nicht für diese großen Distanzen gemacht. Inzwischen ist der Freiherr nämlich schon mit dem vierten Motor unterwegs. Dafür muss aber immerhin kein regelmäßiger Ölwechsel durchgeführt werden. In die Werkstatt muss man allerdings trotzdem: Alle 50.000 Kilometer ist ein Satz neuer Reifen fällig.


Via: Welt

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