Irgendwann in der Zukunft wird es Hotels auf dem Mond geben. Derartige Szenarien haben schon diverse Autoren in Büchern gezeichnet, so zum Beispiel der Deutsche Frank Schätzing in seinem Roman “Limit”, in dem auch der Abbau von Helium–3 auf dem Mond thematisiert wird. Der Erdtrabant ist kein lohnenswertes Ziel für Kolonialisierungsversuche des Menschen, aber als Tourismusziel sowie als Rohstofflieferant taugt der Mond durchaus. Bis es soweit ist, wird aber noch etwas Zeit vergehen. Wer es nicht erwarten kann, der kann auch heute schon zum Mond reisen. Nur wird der- oder diejenige davon nicht viel mitbekommen. Denn ein amerikanisches Unternehmen bietet nun an, den Mond als letzte Ruhestätte zu nutzen.


Moon
Foto: Moon, Ana Sofia Guerreirinho, Flickr, CC BY-SA 2.0

Beerdigung auf dem Mond

Die Firma Elysium Space hat sich auf Weltall-Beerdigungen spezialisiert. Als neuen Service wird das Unternehmen den weltweit ersten Mondfriedhof anlegen. Der Preis für die ewige Ruhe auf dem Mond kann sich sehen lassen: 12.000 US-Dollar müssen Interessenten oder ihre Angehörigen auf den Tisch legen. Für den Preis wird auch nicht die gesamte Asche zum Mond geschickt, sondern lediglich ein kleiner Anteil. Die ersten 50 Kunden erhalten von Elysium Space einen Rabatt von 2000 US-Dollar.

Die Reise zum Mond wird mit einer Falcon–9-Rakete von SpaceX im Griffin Lander angetreten. SpaceX, das Unternehmen von Elon Musk, hat allerdings noch keinen Termin für die erste Mission bestätigt.


Elysium Space bietet drei Beerdigungs-Optionen

Bisher haben zwei Organisationen menschliche Überreste ins All geschickt: Die NASA sowie eine Firma namens Celestis. Auf dem Mond ruht bisher jedoch nur ein Mensch: Dr. Eugene Shoemaker, einer der Entdecker des Kometen Shoemaker-Levy 9. Seine Überreste wurden 1999 von der NASA auf den Mond geschickt.

Elysium Space bietet drei Optionen für eine Beerdigung im All. Es gibt die Möglichkeit, die Überreste in einen niedrigen Erdorbit bringen zu lassen, um sie dann von der Schwerkraft der Erde wieder gen Boden ziehen zu lassen, um sie in der Atmosphäre verglühen zu lassen. Dabei endet die Asche sozusagen als Sternschnuppe. Die zweite Option ist die Beerdigung auf dem Mond. Die Asche wird dabei nicht begraben, da dies technisch zu aufwendig wäre. Stattdessen wird die kleine, metallene Urne auf der Oberfläche liegen gelassen oder in eine Umlaufbahn um den Mond gebracht.

Die letzte Option ist auch die einsamste. Die Urne mit der Asche wird auf eine ungewisse Reise ins All geschickt. Wo genau sie endet, weiß bei dieser Art der Beerdigung im All niemand. Die Asche von Clyde Tombaugh, dem Astronomen, der Pluto entdeckte, hat das Sonnensystem beispielsweise an Bord des Raumfahrzeugs New Horizon verlassen.

Bis zur ersten Beerdigung auf dem Mond wird jedoch noch etwas Zeit vergehen.Ein Missionsdatum steht noch nicht fest.

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