David Aguilar hat das Poland-Syndrom, deshalb fehlt ihm der größte Teil seines rechten Armes. Doch der 19-jährige Student lässt sich nicht beirren, er nutzt seine eine Hand höchst geschickt, um Lego-Kreationen nach eigenen Ideen zu verwirklichen. Dabei kann es schon Mal sein, dass ein neuer, funktionierender Arm entsteht, der ihm wie angegossen passt.


David mit seiner Lego-Prothese „MK One“ / Foto: Screenshot aus Youtube-Video s.u.

Sein »Lieblingsarm« ist der rot-gelbe MK One

Während es viele Menschen gerade mal schaffen, mit zwei Händen und einer Bauanleitung ein Lego-Häuschen auf die Reihe zu bekommen, fasst David ganz andere Ziele ins Auge. Er klügelt praktische Mechanismen aus und passt die frisch erfundenen Prothesen exakt an seinem Oberarm an. So hat er bereits mehrere Modelle erschaffen, die unterschiedlich aussehen und auch immer ein bisschen anderes funktionieren. Sein »Lieblingsarm« ist der rot-gelbe MK One, genannt nach der Iron-Man-Rüstung »Mark 1«, die dem Lego-Gebilde wirklich ein bisschen ähnlich sieht. Sogar die Lego-Hände funktionieren, sie bestehen aus Greifern, die sich per Armbewegung steuern lassen. Mancher ein Hersteller von echten medizinischen Prothesen würde vor Neid erblassen.

Der junge Spanier studiert Biotechnik

David Aguilar studiert in Barcelona Biotechnik – was auch sonst? Mit fünf Jahren hat er zum erste Mal Lego gespielt, vier Jahre später entwickelte er bereits seine erste Armprothese aus den bunten Stecksteinchen. Inzwischen besitzt der junge Mann einen eigenen Youtube-Kanal namens »Hand Solo«, wo er seine Erfindungen vorführt und anderen Menschen mit Behinderung Mut zuspricht.


Auch wenn die Preise für Lego-Artikel nicht gerade niedrig sind, dürften sich die Kosten für diese Art von Prothesen in engen Grenzen halten. Dafür werden diese künstlichen Arme allerdings nicht ganz so bequem sein und noch dazu recht zerbrechlich. Aber eines ist und bleibt unnachahmlich: der coole Look, über den sich David sichtlich freut! In seinem späteren Berufsleben plant der Spanier, preiswerte Prothesen für Patienten zu entwickeln, die sich die teureren Medizinprodukte nicht leisten können.

Quelle: euronews.com 

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