Mehrere Jahrzehnte menschlicher Raumfahrt haben eine Menge Müll im Weltall zurückgelassen. Die Spannbreite reicht dabei von kompletten aufgegebenen Satelliten bis hin zu kleinsten Metallteilen. Die australische Firma „ElectroOptic Systems“ schätzt, dass alleine 20.000 Objekte durch den Orbit fliegen, die größer als zehn Zentimeter sind. Noch gefährlicher sind allerdings die Kleinteile, weil diese mit enormer Geschwindigkeit unterwegs sind und kaum zu beobachten sind. Bei einer Kollision können sie aber dennoch enorme Schäden anrichten.


„Gravity“-Kettenreaktion denkbar

Selbst eine Kettenreaktion wie im Film „Gravity“ – bei der eine erste Kollision neue Trümmerteile erzeugt, die dann wiederum für immer neue Kollisionen sorgen – scheint auf lange Sicht nicht ausgeschlossen. Bisher gibt es aber keine wirkliche Lösung für das Problem. Eine Art Müllabfuhr ins All zu schicken, ist technisch schwer umsetzbar, extrem teuer und würde Ewigkeiten dauern. Zunächst möchte „ElectroOptic Systems“ daher in Zusammenarbeit mit der US-Firma „Lockheed Martin“ eine Art Radar für Weltraumschrott entwickeln.


Laser soll die Schrottteile steuern

Mit dessen Hilfe sollen Kollisionen nach Möglichkeit vermieden werden. Dies ist aber natürlich keine dauerhafte Lösung des Problems – zumal auch immer noch neuer Weltraumschrott entsteht. Es muss also eine Lösung gefunden werden, die den Schrott dauerhaft entfernt. Die australischen Forscher von „ElectroOptic Systems“ haben dazu nun ein – leicht nach Science Fiction klingendes – System entwickelt. Mit Hilfe von riesigen auf der Erde gebauten Laserkanonen sollen die einzelnen Schrottteile abgeschossen werden.

Ziel ist es dabei die Flugbahn des Objektes zu beeinflussen und es sicher in die Atmosphäre zu leiten. Dort sollen die Teile dann verglühen. Auf diese Art und Weise könnte nach und nach aufgeräumt werden im Weltall. Zunächst allerdings muss die Theorie zunächst noch in der Praxis erprobt werden. Die australische Firma geht davon aus, dass man in zwanzig bis dreißig Jahren mit dem Laserbeschuss der ersten Schrottteile beginnen könne.

Quelle: Wired

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