Sushi zuzubereiten ist eine Kunst für sich. Dementsprechend aufwendig ist auch die Ausbildung der Köche. So musste der deutsche Fernsehkoch Steffen Henseler einst einen Lottogewinn investieren, um an einer Sushi-Akademie in Los Angeles ausgebildet zu werden. Seitdem darf er den Titel „Professional Sushi Chef“ tragen und hat inzwischen in Hamburg ein asiatisches Fischrestaurant eröffnet. Zukünftig könnte ihm allerdings Konkurrenz aus einer eher unerwarteten Ecke drohen. Denn der japanische Konzern Kawasaki hat einen Roboter entwickelt, der in der Lage sein soll, traditionelles Sushi zuzubereiten. In Japan hat das Unternehmen dabei bereits einen Ausstellungsraum eröffnet, in dem potentielle Kunden sich von den Fertigkeiten des Roboters überzeugen lassen können.


© Kawasaki Heavy Industries
© Kawasaki Heavy Industries

Bisher kann der Roboter das Sushi noch nicht zusammenrollen

Wer nicht die Zeit hat, dafür eigens nach Asien zu reisen, kann sich den Roboter auch auf einem Youtube-Video von Kawasaki ansehen. Dabei werden allerdings auch die Limitierungen des künstlichen Sushi-Kochs deutlich: Dieser kann zwar den Reis in kleine Portionen einteilen, diesen mit Wasabi versehen und anschließend den Fisch entsprechend zuschneiden. Eine besondere Fähigkeit von Sushi-Köchen ist es allerdings auch, Reis und Fisch am Ende kunstvoll zusammenzurollen. Dies gelingt dem Roboter bisher noch nicht. Insofern dürfte es also noch ein wenig dauern bis die traditionell ausgebildeten Sushi-Köche Angst vor der Konkurrenz durch Roboter haben müssen.


Kawasaki ist vor allem für den Bau von Motorrädern bekannt

Dennoch zeigt das Projekt zwei interessante Trends auf: Zum einen ist Kawasaki bisher vor allem für den Bau von Motorrädern bekannt. Dabei kommen natürlich schon seit langem Roboter zum Einsatz. Nun scheint die Robotertechnik aber so weit zu sein, dass Kawasaki auch selbst Roboter entwickelt und diese weltweit verkaufen möchte. Zum anderen dringt die Robotertechnologie in immer neue Bereiche vor und mischt dabei selbst traditionsreiche Branchen wie die Sushi-Industrie auf. Im Kampf um Aufmerksamkeit sind die verschiedenen Sushi-Restaurants Neuerungen gegenüber durchaus aufgeschlossen. So serviert in England beispielsweise bereits ein Quadcopter die kleinen Häppchen.

Via: Treehugger

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