In der Öffentlichkeit wird oft nur über selbstfahrende Autos geredet. Das ist natürlich verständlich, weil von dieser Entwicklung die meisten einmal tatsächlich betroffen sein werden. Zahlreiche Firmen arbeiten aber auch an Lösungen für autonom fahrende Lastwagen. Auch dies betrifft uns alle – wenn auch nur indirekt: Immerhin werden rund drei Viertel unserer Warentransporte mit Hilfe von LKWs abgewickelt. Ein US-Unternehmen namens Otto hat nun zahlreiche ehemalige Mitarbeiter von Google, Uber und Nokia versammelt und arbeitet an selbstfahrenden und vernetzten Lastwagen. Das Besondere daran: Anders als Unternehmen wie beispielsweise Mercedes-Benz, die an ähnlichen Lösungen arbeiten, will Otto selbst gar keine Fahrzeuge produzieren. Das System soll sich vielmehr in alle bestehenden Fahrzeuge integrieren lassen.


Via: Popsci Copyright: Otto
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Der Fahrer wird nur noch für schwierige Passagen benötigt

Lastwagen haben dabei den Vorteil, dass sie sehr lange Strecken auf vergleichsweise einfachen Routen – beispielsweise Autobahnen – zurücklegen. Auf der anderen Seite sind Ortsdurchfahrten mit den riesigen Fahrzeugen oft aber auch eine Herausforderung. Zu Beginn setzt Otto daher auf eine Art semi-autonomes fahren. Der Fahrer beginnt dabei die Tour und das System meldet sich, sobald die Bedingungen gut genug sind, um autonom zu fahren. Der Fahrer muss aber in der Kabine bleiben und im Zweifelsfall wieder die Steuerung übernehmen. In naher Zukunft soll es aber auch möglich sein, dass der Fahrer sich schlafen legt und der LKW einen Parkplatz aufsucht, sobald sich die Autobahnausfahrt nähert.

Selbstfahrende Lastwagen könnten schwere Unfälle vermeiden helfen

Selbstfahrende Lastwagen bringen auf der Autobahn eine ganze Reihe an Vorteilen mit sich. Der wichtigste dabei: Die Sicherheit. So passieren in den Vereinigten Staaten rund die Hälfte aller tödlichen Unfälle auf Autobahnen – und oftmals sind Lastwagen darin verwickelt. Ließe sich die Unfallrate mit Hilfe von autonom fahrenden LKWs verringern, könnten also Menschenleben gerettet werden. Ganz ersetzt werden soll der LKW-Fahrer allerdings nicht. Nach den Plänen von Otto wird er auch zukünftig für schwierig zu fahrende Passagen und vor allem zum tanken benötigt.


Via: Popsci

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