Für so manchen Rolli-Fahrer wird mit dem WHILL sicher ein Wunschtraum wahr: Dieser Rollstuhl im futuristischen Design besitzt eine erstaunliche Manövrierfähigkeit, fährt auf fast allen Untergründen, erklimmt selbständig Bordsteine und kann sich sogar autonom fortbewegen. Wer ein Modell mit Steuerbügel wählt, fühlt sich beinahe wie auf dem Segway.


Vierradantrieb ist hier selbstverständlich

Seit 2012 produziert die japanische Firma WHILL einen Rollstuhl-Trendsetter nach dem nächsten. Das erklärte Ziel des in Tokio ansässigen Unternehmens scheint es zu sein, das Lebensgefühl aller Rolli-Fahrer, die es sich leisten können, auf ein höheres Level zu heben. Die einzelnen WHILL-Rollstühle sehen nicht nur richtig schick aus, sie haben es auch technisch in sich. Vierradantrieb ist hier selbstverständlich, schließlich möchten gehbehinderte Menschen auch offroad und in Schneelandschaften mobil sein.


Die Vorderräder des Modells M setzen sich aus 24 kleineren Rädern zusammen, die sich in alle Richtungen drehen können: So gelingt es, den fahrbaren Untersatz auf der Stelle zu wenden. Das besagte Rollstuhlmodell fährt mit einer Maximalgeschwindigkeit von beinahe 9 km/h, es legt mit einer Batterieladung 12 Meilen zurück. Die Steuerung erfolgt wahlweise per Joystick oder Smartphone-App, einige Geräte besitzen sogar einen Kontrollbügel, der die Bedienung mittels Oberkörperbewegung erlaubt. 500 Stück wurden von diesem technischen Highlight bereits verkauft, der Preis liegt bei 14.000 Dollar.

Neue Mobilität: WHILL im Video

https://www.youtube.com/watch?v=y4mHA5Yq-C8

Autonomes fahren und Überwindung von Hürden

An den WHILL-Rollstühlen arbeiten verschiedene erfahrene Ingenieure, Satoshi Sugie als ehemaliger Mitarbeiter der Firma Nissan, Sony-Produkt-Ingenieur Junpei Naito und der Spezialist für Medizinprodukte Muneaki Fukuoka, der sein Talent bereits bei Olympus entfaltet hat. Das Team forscht ständig weiter und setzt immer wieder neue Ideen in die Tat um. Auch 20 km/h schnelle Rollstühle mit einer Reichweite von 30 km lagen bereits im Fokus der innovativen Erfinder – nun gibt es die erste Variante mit Sensoren und Software der kalifornischen Firma 5D Robotics. Diese Ausstattung ermöglicht den Rollstühlen ein autonomes Fahren nach Programmierung, inklusive Ausweichen bei Hindernissen und Überwindung bis zu 7,5 cm hoher Hürden.

Das Modell A sammelt sämtliche Bewegungsdaten per Sonar, LiDAR, GPS, Radar und Ultrabreitband-Radiowellen. Es kann sogar ganz präzise einem bestimmten Fußgänger folgen. Noch gibt es Modell A nicht auf den Markt, doch bald schon soll es nicht nur an Privatpersonen ausgeliefert werden, sondern auch an Krankenhäuser, Freizeitparks und Flughäfen. Aktuell laufen Tests am Airport Tokio und auf dem Flughafengelände von Cincinnati.


Quelle: inc.com

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