Audi und auch Daimler präsentierten auf der CES in Las Vegas die Zukunft des autonome Fahrens. Seitens der Technologie scheinen die Entwicklungen bereits weit voran geschritten zu sein. Nun fordern die führenden Hersteller jedoch auch vom Gesetzgeber liberalere Regeln um nicht durch einen etwaigen Standortnachteil auf den heimischen Straßen in Verzug zu geraten.


Selbstfahrende Autos sorgten auf der diesjährigen CES für jede Menge Begeisterung und auch Gesprächsstoff. Den Entwicklern zufolge ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis wir uns von autonomen Fahrzeugen sicher an das gewünschte Ziel bringen lassen. In Deutschland werden die realen Testbedingungen aktuell jedoch noch sehr stark eingeschränkt, so dass Audi beispielsweise die Forschungen an den autonomen Autos in die USA verlagerte. Schließlich können in Kalifornien, Nevada und Florida bereits Tests der Zukunftsautos auf öffentlichen Straßen durchgeführt werden. In Deutschland ist das, aufgrund der in die Jahre gekommenen Rechtslage, die dem völkerrechtlichen Vertrag aus dem Jahre 1968 (Wiener Übereinkommen über den Straßenverkehr) entspricht, bisher nicht möglich. In Artikel 8 heißt es unter anderem:“Jedes Fahrzeug und miteinander verbundene Fahrzeuge müssen, wenn sie in Bewegung sind, einen Führer haben. […]Jeder Führer muss dauernd sein Fahrzeug beherrschen.“. Die USA hat sich der Unterzeichnung dieses Abkommens enthalten.


Audi-Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg geht davon aus, dass die USA und auch China durchaus früher die nötigen Gesetze für autonomes Fahren erlassen können, sofern die Bundesregierung zu lange zögert. Deutschland könnte hier alsbald das Nachsehen haben und in der Entwicklung hinterherhinken, teilt er sinngemäß der Wirtschaftswoche mit. Die aktuellen Erzeugnisse aus den Laboren von Audi und auch Mercedes zeigen jedoch, dass bislang nichts verloren gegangen ist. Audi sorgte mit einem umgerüsteten A7, dass ein Auto schon jetzt in der Lage ist allein und unfallfrei über 900 Kilometer zurück zu legen. Mit dem optisch schon weitaus mehr nach Zukunft aussehenden F015 präsentierte auch Mercedes ein autonom Fahrendes Auto auf der CES. Die Fahrzeuge verfügen über mehrere Hochleistungssensoren, die in der Lage sind das Umfeld in Echtzeit zu scannen.

Die ermittelten Daten werden dann an einen Computer weitergleitet und verarbeitet. Audi ging dabei unter anderem eine Kooperation mit dem Grafikkarten-Spezialist Nvidia ein um ein lernendes System zu entwickeln. Das System kann dabei nicht nur Automarken unterscheiden, sondern auch Unterscheidungen zwischen Lebewesen und Objekten treffen. Sicherheit wird bei den Entwicklungen groß geschrieben. Nun gilt es auch den deutschen Gesetzgeber von den autonomen Fahrzeugen zu überzeugen. Vor kurzem stellte auch BMW ein eindrucksvolles Konzept vor. Hierbei sucht sich ein abgestelltes Fahrzeug allein eine Parklücke im Parkhaus und verweilt dort so lange, bis der Eigentümer das Fahrzeug mit nur einer Touch-Geste über die Smartwatch ruft.

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