Wer ein eingefleischter Biertrinker ist, der rümpft über Biermischgetränke gerne mal die Nase. Tatsache aber ist, dass es die Mixgetränke auf Bierbasis in einer erstaunlichen Vielfalt auf dem Markt gibt – und sie sich gut verkaufen. Vom klassischen Radler (oder, für die Norddeutschen: Alsterwasser) bis hin zu verschiedenen Fruchtinfusionen oder Bier mit Tequila ist alles vertreten. Der Student Patrick Loy aus Nürnberg hat trotzdem eine Marktlücke gefunden: Mit dem Startup “BABO blue” vertreibt er blaues Bier.


Vom Wettbewerbsbeitrag zum geschäftlichen Erfolg

Loy ist 24 Jahre alt und studiert an der TU München Brau- und Getränketechnologie. Seit inzwischen vier Jahren lernt er alles, was es rund um die Kunst des Bierbrauens zu wissen gibt. Und das geht weit über Hopfen, Malz, Wasser und Gerste hinaus. Auch Anlagenbau, Mikrobiologie und Verfahrenstechnik stehen auf dem Lehrplan.


Die Idee für BABO blue kam Loy dann zusammen mit vier anderen Studenten im Rahmen des Innovationswettbewerbs für Getränke und Lebensmittel (IGL), der jedes Jahr auf dem Campus in Weihenstephan stattfindet. Zusammen mit Robin Stein (27) und Hans-Kaspar Mayer (23) und Ludwig Gerlinger (24) und Josef Kimberger (25) einigte er sich schnell darauf, statt eines klassischen Biers ein Mischgetränk brauen zu wollen. Die Idee stand schnell: Ein farbiges Sommerbier sollte es sein. Nach kurzer Recherche in den Supermarktregalen stellten die Studenten fest: Ein blaues Bier gibt es noch nicht.

Als Ergebnis entstand BABO blue – ein blaues Radler, dass überraschend wenig süß ist und seine Farbe unter anderem von Heidelbeeren und schwarzen Johannisbeeren bekommt. Natürlich neben einem blauen Farbstoff. Die Jungs gewannen mit BABO blue den Wettbewerb. Aber es ging noch weiter. Denn nachdem verschiedene Fernsehsender über das Bier berichteten, wurde auch das Unternehmen Flixbus auf das Team aufmerksam. Und schon waren die Jungs mit BABO blue im Geschäft: 12.000 Flaschen lieferten sie an das Unternehmen. Inzwischen wird BABO blue in mehr als einem Dutzend Geschäften verkauft – erst kürzlich ging die zweite Charge mit 33.000 Flaschen raus. Unter anderem kann man BABO blue bei REWE und Metro sowie 30 Shell-Tankstellen in München kaufen.

BABO blue bei “Die Höhle der Löwen” auf Vox: Chance zur Expansion

Wirklich viel Profit warf das noch junge Unternehmen bisher allerdings noch nicht ab. Die Jungunternehmer mussten viel eigenes Kapital investieren, um ihr Bier brauen zu können. Nun wollen sie bei der Show “Die Höhle des Löwen” auf Vox einen Investor von ihrer Idee überzeugen, um so die Chance zur Expansion zu haben.

Ob es den fünf Jungs gelingt, einen der “Löwen” von einem Investment zu überzeugen, kann heute Abend um 20:15 in der aktuellen Folge von “Die Höhle der Löwen” verfolgt werden.

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