Die Pestizide der Zukunft sollen so umweltverträglich wie möglich sein und direkt aus der Natur stammen. Die BASF setzt gemeinsam mit Biomolekül-Unternehmen PAT auf ein gezieltes Screening nach solchen Pflanzenschutzmitteln, die beispielsweise aus tropischen Gewächsen stammen können.


Erste Kandidatenmoleküle bereits entdeckt!

Die moderne Landwirtschaft verlangt nach Pestiziden, um hohe Ernteerträge für eine ständig wachsende Menschheit zu sichern. Doch die Nutzung vieler Pflanzenschutzmitteln bringt zahlreiche unerwünschte Nebenwirkungen mit sich, die Mittel schaden häufig sowohl der Umwelt als auch der menschlichen Gesundheit. Diese ausgetretenen Pfade zu verlassen, gestaltet sich nicht leicht, doch mit neuartigen Methoden wird sich höchstwahrscheinlich ein gangbarer Weg finden. Die gemeinsamen Forschungsarbeiten von PAT und BASF erfüllen zumindest die daran beteiligten Wissenschaftler mit Optimismus: Bei ersten Screenings nach passenden Biomolekülen wurden bereits einige potentiell geeignete Kandidaten entdeckt, die jetzt haufenweise Testreihen über sich ergehen lassen müssen. Parallel geht die Suche mit Hochdruck weiter.


Auf dem Weg zu einer neuen Pestizidgeneration natürlichen Ursprungs

PAT wartet mit neuartigen Technologien wie »Plant Milking«, also das »Melken« von Pflanzen, sowie »Target Binding« auf. In Kombination mit der umfangreichen Pflanzenplattform der BASF entsteht eine breite Grundlage für intensive Forschungen. Erfahrungsgemäß vergeht etwa eine Dekade, vom ersten Forschungsansatz bis zur Marktreife eines fertigen Produktes, darum ist auch bei diesem Projekt maximale Geduld gefragt. Die Forscher screenen abertausende natürlicher Stoffe auf ihre schädlings- und unkrautbekämpfende Wirkung, bis das eine Mittel gefunden ist, das sich wirksam aufbereiten lässt. Wir wissen schließlich, wie extrem einfallsreich die Natur ist, und können uns also auf einige positive Überraschungen einstellen.

Vielleicht wird es noch einige interessante Nebenentdeckungen geben, wie es bei so groß angelegten Forschungsprojekten häufig der Fall ist. Und die Anfang des Jahres durch PAT identifizierten hoffnungsverheißen »Kandidatenmoleküle« bilden eventuell eines Tages die Grundlage für eine neue, umweltfreundliche Pestizidgeneration!

Quelle: taspo.de

 

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1 Kommentar

  1. PatrWink

    3. Mai 2017 at 16:43

    Vielen Dank für das Update auf den neuesten Stand.

    Ich finde es immer bedenkenswert, wie schnell das Ungeziefer immer die Felder leer frisst.
    An dem Punkt ist Schädlingsbekämpfung und die Bedeutung der Forschung für die Schädlingsbeämpfung nicht zu unterschätzen, denn so gut ist das unterm Strich ja dann auch wieder nicht.

    Gruß, Patrick

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