Rauchen ist eine hässliche Angewohnheit: Es stinkt, schmeckt nicht, und ist zudem auch noch teuer. Dennoch hat Deutschland auch weiterhin einen recht hohen Raucheranteil, die eine Menge Abfall produzieren. Und diese alten, gerauchten Zigaretten sind zu nichts mehr zu gebrauchen. Zu nichts? Das stimmt nicht ganz. Forscher in Südkorea haben ein einfaches Verfahren entwickelt, mit dem benutzte Zigarettenfilter so umgewandelt werden können, dass sie für die Herstellung von Batterien verwendbar sind.


Zigaretten
Foto: CIGARETTE, Fried Dough, Flickr, CC BY-SA 2.0

Zigarettenfilter in Batterien

Die Forscher stellten aus den alten Zigarettenfiltern ein Material her, mit dem sich die in Batterien verwendeten Superkondensatoren umhüllen lassen. Bisher wurden für diese Aufgabe vor allem verschiedene Kohlestoffarten verwendet. Laut dem Forscherteam der Seoul National University funktioniert die Ummantelung aus Zigarettenfiltern jedoch erheblich besser. Hinzu kommt, dass das Verfahren einen Weg zum Recyclen alter Zigaretten bietet.

Die Forscher verwenden eine spezielle Brenntechnik namens Pyrolysis, um aus den alten Filtern ein Material herzustellen, dass den bisher verwendeten Kohlestoff meilenweit hinter sich lässt, wenn es um die Leitfähigkeit geht. Das Verfahren ist bemerkenswert einfach und günstig. “Es handelt sich um einen einfachen Prozess mit nur einem Schritt„, so Jongheop Yi, der an der Studie beteiligt war.


Zigarettenfilter als Rohstoff

Von der Verwendung der Zigarettenfilter in Batterien würde nicht nur die Industrie profitieren, sondern auch die Umwelt. Weggeworfene Zigaretten sind weltweit ein Übel, das nur schwer in den Griff zu kriegen ist. Natürlich werden die Menschen nicht aufhören, ihre fertig gerauchten Zigaretten einfach auf den Boden zu werfen, nur weil die Filter in Batterien Verwendung finden können. Allerdings könnte ein Umdenken angestoßen werden, wenn die Filter als Rohstoff und nicht mehr als Abfall begriffen werden.

Langfristig müsste dieses Umdenken dazu führen, dass Zigaretten nicht mehr einfach im Hausmüll oder auf dem Boden landen, sondern in Wertstoffbehältern. So könnte die Industrie von einem günstigen Rohstoff profitieren, und die Umwelt von der Tatsache, dass weniger Zigaretten an Orten landen, wo sie nicht hingehören.

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1 Kommentar

  1. Teri

    5. Juli 2015 at 11:10

    Hahaha, jetzt aber ^^ Nun finanzieren die Raucher nicht nur den Kampf gegen den Terror in dieser Welt von Deutschland aus, nein, *ggg* jetzt wird aus meinem Kippenstummel auch noch ein Hochleistungsakku… geiler Artikel.

    Grüße

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