Vielleicht sind wir bald so weit, dass humanoide Roboter zur Betreuung hilfsbedürftiger Menschen eingesetzt werden können, denn der jüngst an der Universität von Teheran vorgestellte Android weist bemerkenswerte Fähigkeiten auf. Surena III wirkt wie eine Zukunftsvision und ist doch ganz real.


Ein 1,90 m großer Hüne mit vollbeweglichen Gliedmaßen

Vergangenen Montag stellte die Universität von Teheran der Öffentlichkeit den Androiden Surena III vor, unschwer lässt sich am Namenszusatz erkennen, dass die Dame bereits zwei Vorläufer hatte. Die Weiterentwicklung scheint sehr gelungen, denn dieser humanoide Roboter verhält sich erstaunlich menschenähnlich. Surena III wurde von einem Wissenschaftlerteam des Centers of Advanced Systems and Technologies (CAST) unter Leitung von Professor Aghil Yousefi-Koma entwickelt. Der stattliche Roboter ist 1,90 m groß und 98 kg schwer, besitzt vier bewegliche Gliedmaßen mit sechs Grad Bewegungsfreiheit an den Beinen und sieben Grad an den Armen. Angetrieben wird er von bürstenlosen Gleichstrommotoren im unteren Körperbereich (EC-Motoren) und Servomotor-Sets inklusive Getriebe und Treiber im oberen Abschnitt.


Surena III zeigt ihr Talent im Video

Was leistet Surena II?

Surena III bewegt sich auf ihren Beinen nicht nur auf ebener Fläche menschenähnlich fort, sondern sie bewältigt auch Treppenstufen, Abhänge und Kurven. Außerdem kann sie gezielt nach Objekten greifen und diese transportieren. Sie besitzt eine Art elektronisches Sehvermögen, eine Stimmerkennung und persische Sprachmodule. Der Android erkennt Objekte und Gesichter, er imitiert menschliche Bewegungen. Das Entwicklerteam aus 70 Personen hat vier Jahre gebraucht, um die Roboterdame auf diesen Stand zu bringen, die erste Surena-Version erschien 2008.

Einsatzmöglichkeiten für humanoide Roboter

Welche Möglichkeiten ergeben sich aus dieser technischen Entwicklung? Denkbar wären androide Alltagsbegleiter für hilfsbedürftige Menschen, zum Beispiel für Senioren oder Querschnittsgelähmte. Die Roboter könnten allgemeine Haushaltsaufgaben übernehmen, zum Beispiel staubsaugen und Essen zubereiten. Eventuell wären sie auch versierte Ersthelfer in Notfallsituationen, wenn die Programmierung entsprechend abgestimmt ist. Doch ob diese aufwändig konstruierten Hilfsmittel tatsächlich für jeden Bedürftigen bezahlbar wären, ist fraglich: Eher dürften sie finanzstarken Personen vorbehalten zu sein.

Quelle: gizmag.com

 

 

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