Ganz an der Südspitze Norwegens befindet sich ein ungewöhnliches Gebäude. Der Eingang ragt aus dem Wasser, während der restliche Teil im Meer verschwindet. Errichtet wurde das längliche Haus von dem Osloer Architekturbüro Snøhetta. Besonders interessant ist aber vor allem das Nutzungskonzept. Denn im Inneren befindet sich Europas erstes Unterwasser-Restaurant, das am Mittwoch eröffnet wurde. Die Kunden können dort vor einer großen gläsernen Panoramascheibe speisen und während des Essens die Unterwasserwelt beobachten. Ganz preiswert ist die Attraktion allerdings nicht: Die Menüs kosten von 90 Euro an aufwärts. Der durchschnittliche Preis wird von den Betreibern auf rund 230 Euro geschätzt- Dennoch ist das Interesse bisher riesig. Den Angaben des Betreibers zufolge haben bereits rund 7.000 Menschen einen Platz in dem ungewöhnlichen Restaurant reserviert.


Das Wetter und der Auftrieb sind die größten Gefahren

Da im Speisesaal jeweils nur Platz für vierzig Personen ist, dürfte das Lokal demnach für mehrere Monate ausgebucht sein. Das Restaurant trägt den Namen „Under“, was ein lustiges Wortspiel darstellt. Denn im norwegischen bedeutet es „Wunder“ und im englischen „unter“. Letztlich stellt das Bauwerk aber vor allem menschliche Ingenieurskunst dar. Denn die Architekten mussten zwei Schwierigkeiten überwinden. Zum einen stellte das Wetter eine große Herausforderung dar, weil das Speisen auch dann gefahrlos möglich sein soll, wenn das Wetter für heftige Winde und große Wellen sorgt. Die Architekten versichern daher, dass selbst eine Monsterwelle dem Bauwerk nichts anhaben könnte. Außerdem befindet sich im Inneren des Gebäudes logischerweise viel Luft. Es war daher eine starke Verankerung im Boden nötig, damit das Restaurant nicht ständig an die Oberfläche treibt.


Der Bau kostete mehrere Millionen Euro

Die kulinarische Auswahl dürfte hingegen nicht besonders überraschen: Es werden vor allem Fischgerichte und andere Meerestiere serviert. Die Zubereitung könnte allerdings durchaus exotisch sein. Denn in der Küche sind zehn Köche aus unterschiedlichen Ländern beschäftigt. Insgesamt kostete das Unterwasser-Restaurant die Brüder Gaute und Stig Ubostad umgerechnet rund 7,2 Millionen Euro. Bei dieser Investitionssumme ist auch klar: Es sollen nicht nur Gäste aus der Umgebung bedient werden, sondern vor allem auch Besucher aus aller Welt angelockt werden. Eine ähnliche Idee hatte im vergangenen Jahr auch ein Resort-Betreiber auf den Maledivien. Dieser ließ die weltweit erste Unterwasservilla errichten. Hier können Kunden auf Wunsch bis zu fünf Meter unterhalb der Wasseroberfläche schlafen.

Via: Mashable

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