In dem Film „Armageddon – Das jüngste Gericht“ rast ein Meteroit auf die Erde zu und nur Bruce Willis kann das Überleben der Menschheit noch so gerade sichern. Ganz so düster sieht es im wahren Leben nicht aus. Dennoch beobachtet die NASA natürlich die Flugbahnen möglichst vieler Himmelskörper, um Kollisionen mit der Erde ausschließen zu können. Dabei ist nun der Asteroid Bennu ins Blickfeld geraten. Dieser ist rund 500 Meter breit und fliegt mit einer Geschwindigkeit von 100.000 Stundenkilometern durch das Weltall. Das Problem: Mit einer Wahrscheinlichkeit von immerhin 1:2700 wird er im Jahr 2135 auf die Erde treffen. Grund genug für die Nasa bereits erste Abwehrpläne zu entwickeln.


Foto: Earth, Kevin Gill, Flickr, CC BY-SA 2.0

Ein Einschlag hätte die Wirkung von 80.000 Atombomben

Anders als im Film wird aber wohl kein Mensch ins All fliegen müssen, um die Welt zu retten. Stattdessen ist geplant, im Notfall eine Vielzahl von Raumschiffen auf den Asteroiden zu feuern und diesen so in eine neue Bahn zu lenken. Sollte dies nicht ausreichen, ist sogar der Einsatz von Nuklearwaffen geplant. Dadurch würde sich die Energie, die auf den Asteroiden einwirkt, noch einmal deutlich erhöhen. Schlagen all diese Versuche fehl, würde dies zwar vermutlich nicht das Ende der Menschheit bedeuten, aber dennoch massive Auswirkungen haben. Wissenschaftler vergleichen einen möglichen Einschlag in etwa mit der Wirkung von 80.000 Atombomben wie sie in Hiroshima und Nagasaki zum Einsatz kamen.

Die Flugbahn des Asteroiden kann sich noch ändern

Die Zeit bis zum Jahr 2135 soll daher auch genutzt werden, um mehr Daten über Bennu zu gewinnen. So ist aktuell etwa eine Raumsonde zu dem Asteroiden unterwegs. Dies soll unter anderem sicherstellen, dass die Flugbahn von Bennu genau überwacht werden kann. Es ist nämlich auch möglich, dass diese sich noch ändert und sich die Gefahr eines Einschlags auf der Erde dadurch verringert – oder auch erhöht. Zunächst droht der Erde aber noch eine ganz andere Gefahr aus dem All: Die chinesische Raumstation Tiangong 1 kann von der Erde aus nicht mehr kontrolliert werden und wird demnächst auf die Erde stürzen. Aller Voraussicht nach wird dabei aber kein Schaden entstehen.


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