Schwere Regenfälle und Überschwemmungen sorgen weltweit immer wieder für zerstörte Häuser und fordern sogar Todesopfer. Aktuell ist beispielsweise der Nordwesten Pakistans von unerwartet heftigem Regen betroffen. Wissenschaftler arbeiten daher bereits seit längerem an Prognosemodellen, um die vom Himmel stürzenden Wassermassen akkurater vorhersagen zu können. Dies ist aber gar nicht so einfach, denn vom Boden aus betrachtet, sind die schweren Regenwolken oftmals so etwas wie eine Black Box. Hilfe kommt nun allerdings aus dem Weltall: Die US-Weltraumbehörde NASA und ihr japanisches Pendant JAXA haben ein Projekt gestartet, bei dem die Wolken weltweit aus dem All überwacht werden. Dabei im Fokus: Die Größe der entstehenden Regentropfen und Schneeflocken.


Copyright: NASA
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Die Regenbildung kann nun erstmals in 3D dargestellt werden

Auf diese Weise lässt sich dann besser vorhersagen, wie viel Regen tatsächlich in einer Wolke entsteht und wann dieser abgelassen wird. Beobachten die Wissenschaftler beispielsweise die Tröpfchenbildung vor allem an den Rändern einer Wolke, spricht dies für eher kleinere Tropfen und somit weniger heftige Regenfälle. Anders ist dis, wenn die Tropfen in der Mitte der Wolke generiert werden. Dann vereinigen diese sich auf ihrem Weg nach unten zunächst noch mit anderen Tröpfchen und es entstehen deutlich größere Tropfen. Mit Hilfe der Weltraumsatelliten lässt sich dieser Prozess nun erstmals in 3D darstellen und für die Prognose nutzen.

Akkuratere Prognosen sollen zu weniger Schäden führen

Die Größe der Regentropfen kann zudem einen Hinweis darauf liefern, wie lange ein Sturm noch anhält und welche Stärke er entwickelt. „Die Verteilung der Tröpfchengröße ist einer von vielen Faktoren, die bestimmen wie groß ein Sturm wird, wie lange er dauern wird und wie viel Regen dabei tatsächlich fällt“, erklärt der NASA-Meterologe Joe Munchak. „Bisher waren wir aber nicht in der Lage nachzuvollziehen, wie sehr sich die Tröpfchengröße weltweit unterscheidet.“ Letztlich sollen die genaueren Prognosen dann dafür sorgen, dass die von Stürmen und heftigen Regenfällen betroffenen Gebiete schneller mit genauen Informationen versorgt werden und so entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten können.


Via: NASA

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