Dass 3D-Drucker grundsätzlich in der Lage sind, beim Bau von einfachen Häusern zu helfen, ist bereits seit einiger Zeit bekannt. Nun sollen diese Fähigkeiten erstmals in großem Stil zum Einsatz gebracht werden. Daher haben die Firmen New Story, Fuseproject und Icon ein Gemeinschaftsprojekt ins Leben gerufen. Das Ziel: In Südamerika soll eine komplette Siedlung entstehen, die maßgeblich mithilfe eines 3D-Druckers errichtet wurde. Wie dies funktionieren kann, zeigten die beteiligten Unternehmen bereits im vergangenen Jahr auf dem SXSW-Festival in Texas. Dort benötigte der 3D-Drucker Vulcan lediglich rund 48 Stunden, um ein einfaches Haus zu errichten. Kostenpunkt: Rund 10.000 Dollar. Inzwischen existiert zudem ein Nachfolgemodell, das sogar schon nach 24 Stunden mit dem Hausbau fertig sein soll.


Bild: Fuesproject

Der 3D-Drucker bringt Zeit- und Kostenvorteile

Die grundsätzliche Vorgehensweise ist aber identisch geblieben. So errichtet der 3D-Drucker Schicht für Schicht die Grundstruktur des Gebäudes. Anschließend werden dann menschliche Arbeitskräfte benötigt, um beispielsweise Fenster einzusetzen oder das Haus mit einem Dach zu versehen. Dennoch verspricht die Technologie vor allem zwei große Vorteile: Zum einen können die Häuser sehr schnell errichtet werden. Zum anderen sind die Kosten vergleichsweise niedrig. Es ist daher auch kein Wunder, dass die nun geplante Siedlung in Lateinamerika entstehen soll. Dort wird besonders viel preiswerter Wohnraum benötigt. In den Häusern sollen daher auch nur Familien leben dürfen, die weniger als 200 Dollar im Monat zur Verfügung haben.

Das Design lässt sich flexibel anpassen

Gleichzeitig bietet ein 3D-Drucker auch den Vorteil, dass er flexibel programmiert werden kann. Die Häuser haben also kein Standard-Design, sondern lassen sich an die Bedürfnisse der Menschen vor Ort anpassen. Genau dies ist in den letzten Monaten geschehen. Nach Workshops und Gesprächen mit den potentiellen Bewohnern wurde der Prototyp noch einmal überarbeitet und an einigen Stellen verändert. Dies soll sicherstellen, dass die geplante Siedlung auch angenommen und schnell mit Leben gefüllt wird. In den nächsten Monaten wird nun mit dem Druck der ersten Siedlung begonnen werden. Treten dabei keine unerwarteten Probleme auf, ist geplant, das Projekt weiter auszubauen und noch mehr Wohnraum mittels 3D-Drucker zu schaffen.


Via: New Atlas

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.