Für ein soziales Netzwerk wie Facebook ist es von entscheidender Bedeutung, dass Nutzer möglichst viele Inhalte generieren. Denn nur wenn es regelmäßig etwas Neues und Interessantes zu sehen gibt, wird die Seite auch regelmäßig besucht. Umgekehrt gilt: Werden zu viele Nutzer inaktiv, breitet sich dies schnell aus und ein soziales Netzwerk wird irrelevant. Passiert ist dies beispielsweise bei Myspace oder hierzulande bei StudiVZ. Logischerweise ist Facebook daher bemüht, es den Nutzern so einfach wie möglich zu machen, Inhalte zu teilen. Vor diesem Hintergrund ist nun der Kauf des Startups Ctrl-Labs zu verstehen. Denn die junge Firma beschäftigt sich mit der Frage, wie man Geräte nur mit der Kraft seiner Gedanken steuern kann.


Ein Armband erkennt die neuronalen Signale

Entwickelt wurde dafür ein spezielles Armband. Vereinfacht ausgedrückt werden dadurch die neuronalen Signale, die das Gehirn in Richtung der Hände schickt, erfasst und ausgewertet. Im Idealfall muss man dann also nur daran denken, ein bestimmtes Foto zu posten und schon erscheint es im Facebook-Feed. Noch ist die Technologie zwar weit von der Marktreife entfernt. Der Zukauf ist aber interessant, weil er aufzeigt, in welche Richtung sich das soziale Netzwerk in den nächsten Jahren entwickeln möchte. Klar ist aber auch: Zum Einsatz kommen dürfte das System erst, wenn es perfekt funktioniert. Denn die wenigsten Nutzer wollen wohl das Risiko eingehen, das unkontrolliert irgendwelche Bilder gepostet werden.


Der Zukauft bringt wichtige Expertise mit sich

Auch Facebook selbst hat bereits Forschungsarbeit im Bereich der Gedankensteuerung unternommen. So wurden 2017 Überlegungen präsentiert, wie Nutzer Texte verfassen und posten können, ohne dafür selbst tippen zu müssen. Damals war angedacht, Sensoren auf der Kopfhaut zu verwenden. Implantate wären zwar die technisch einfachere Variante, dürften aber wohl von den wenigsten Nutzern gewollt sein. Verglichen damit ist das Armband der Firma Ctrl-Labs aber die deutlich elegantere und bequemere Alternative. Auch deshalb dürfte sich Facebook den Kauf durchaus etwas kosten gelassen haben. Genaue Zahlen wurden zwar nicht veröffentlicht, der Finanzdienst Bloomberg beruft sich aber auf informierte Personen und spricht von einer Summe zwischen 500 Millionen und einer Milliarde Dollar.

Via: The Verge

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