„Fleisch ist ein Stück Lebenskraft“ sagt die deutsche Fleischerinnung und für viele Menschen weltweit gehört Fleisch einfach auf den Teller (auch ich würde nur äußerst ungern darauf verzichten wollen). Doch in Zeiten von Überbevölkerung, Unterernährung und Klimawandel lässt sich dies immer schwerer bewerkstelligen. Die Produktion von Fleisch ist nich nachhaltig, verbraucht Unmengen an Platz und Nahrungsmittel, die woanders besser gebraucht würden.


Stammzellen und Pommes dazu?

Auch Wissenschaftler gehen dem Problem nach und entwickeln Lösungen, abseits von Veganismus, um diesem Problem Herr zu werden. Ein Ansatz war im letzten Jahr ein Burger, dessen Fleisch zu 100 % aus der Petrischale stammt – Stammzellforschung macht’s möglich. Zwar soll der Burger geschmacklich überzeugt haben, preistechnisch gelingt dies leider nicht – 330000 $ sind für die meisten Menschen doch unerschwinglich.


Veganes Fleisch

Einen komplett anderen Ansatz hat der Biochemiker Patrick Brown (Stanford) verfolgt. Er hat einen Burger entwickelt, der wie Fleisch aussehen und schmecken soll, aber komplett fleischlos ist. Viele denken jetzt vielleicht an die zahlreichen Fleischalternativen (z.B. Tofu), doch so wirklich überzeugen konnten diese nicht – bist jetzt!Auch finanziell ist diese Alternative durchaus denkbar, so kostet dieser mit 20 $ nur einen Bruchteil des Stammzellenburgers.

Der Bio(chemie)-Burger

Wie genau bastelt man jetzt so einen veganen Burger? Das Geheimnis ist die Zutat Häm, welche aus aus dem Protein Leghämoglobin von Hülsenfrüchten gewonnen wird. Wie der Name verrät, ist das Protein ähnlich dem Hämoglobin in unserem Blut. Beiden Proteinen liegt ein Makrozyklus zugrunde mit einem Eisenatom als Zentrum und sind im Sauerstofftransport involviert. Bindet Sauerstoff an diesen Proteinen, wird das Eisenatom im Zentrum oxidiert und ruft eine Rotfärbung hervor. Dadurch sieht der Burger schön blutig aus (wie echtes Fleisch eben). Neben der Farbe verleiht das Häm dem Burger zusätzlich noch seinen fleischähnlichen Geschmack.

In der Küche mit einem Biochemiker

Brown hat zahlreiche Versuche unternommen und an seinem Rezept experimentiert, bis er die richtige Mischung gefunden hatte. Zwar hat der Burger nicht unbedingt die typische Struktur von Rindfleisch, die Ähnlichkeit zu echtem Fleisch ist jedoch verblüffend. Durch weitere Entwicklung könnte Brown es schaffen, aus Fleischliebhabern Veganer zu machen, ohne dass diese auf etwas verzichten müssen – Nachhaltigkeit inklusive.

Quelle: iflscience.com

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