Bioelektrische Systeme stecken mehr oder minder in den Kinderschuhen. Aber eines Tages könnten derartige Systeme Teil unseres Alltags sein. Forscher des Stevens Institute of Technology haben einen bionischen Pilz erschaffen, der mit Hilfe von Graphen und Bakterien Elektrizität erzeugt.


Bild: American Chemical Society

Strom dank Cyanobakterien

Die Wissenschaftler rund um Manu Mannoor und Sudeep Joshi begannen mit einem normalen Pilz. Diesen erweiterten sie durch eine Art Äste-Netzwerk aus dem 3D-Drucker, das auf den Kopf des Pilzes kam. Die elektronische Tinte, die dabei verwendet wurde, enthält unter anderem Graphen. Anschließend nutzten sie eine Biotinte mit Cyanobakterien, um eine spiralförmige Struktur auf die erste Struktur zu drucken. Der Pilz sorgt dabei nicht nur für Struktur, sondern versorgt die Cyanobakterien auch mit Nährstoffen.

Wenn Licht auf den Pilz trifft, löst dies Photosynthese in den Bakterien aus. Dabei werden Elektronen produziert, die durch die äußeren Membranen an die leitende Struktur der Graphentinte abgegeben werden. Einer der Pilze produziert dabei etwa 65 Nanoampere. Das reicht keinesfalls aus, um ein elektrisches Gerät zu betreiben. Aber mehrere der Pilze sind in der Lage, eine LED mit Energie zu versorgen. Momentan untersuchen die Forscher, wie sie die Stromproduktion der Pilze erhöhen können. Außerdem hoffen sie, dass das System mittelfristig zu Methoden führen kann, Bakterien so anzuordnen, dass sie verwertbaren Strom produzieren.


via EurekAlert

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1 Kommentar

  1. Björn

    8. November 2018 at 07:46

    Das klingt nicht grad klug, wie lang ist so ein „Pilzleben“ 1-2Wochen?!
    Zumindest das von euch gezeigte Bild, was ja nur den Fruchtkörper des Pilzes zeigt…

    Naja, mal abwarten was da noch so kommt.

    Danke!

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