Krebserkrankungen sind – zumindest in entwickelten Industrieländern – auf dem Weg zur Todesursache Nummer eins zu werden. Dies liegt allerdings auch an Erfolgen im Bereich der medizinischen Forschung. Denn weil Menschen heutzutage nicht mehr so oft an anderen Krankheiten sterben und dementsprechend länger leben, steigt auch die Krebs-Wahrscheinlichkeit. Das deutsche Biotech-Startup Biontech hat sich daher größtenteils dem Kampf gegen den Krebs verschrieben. Das Unternehmen arbeitet aber nicht an neuen Formen der Chemotherapie, sondern möchte eine Impfung gegen verschiedene Krebsarten entwickeln. Oder anders ausgedrückt: Ein Botenstoff soll das körpereigene Immunsystem aktivieren und die Krebszellen angreifen lassen. Was so einfach klingt, ist in Wahrheit aber hochkomplex. Biontech zeichnete sich aber von Beginn an durch eine solide wissenschaftliche Basis aus und betrieb auch wertvolle Grundlagenforschung.


Foto: Bill Gates – OnInnovation.com Interview, Flickr, OnInnovation, CC BY-SA 2.0

Die Krebs-Impfung stellte einen völlig neuen Ansatz dar

Es ist daher kein Wunder, dass schnell auch die Größen der Pharma-Branche auf das Unternehmen aufmerksam wurden. Obwohl bisher noch kein Produkt der deutschen Biotech-Firma auf dem Markt ist, gibt es unter anderem bereits Kooperationen mit Bayer, Sanofi und Pfizer. Dies spricht dafür, dass bei Biontech nicht nur große Pläne existieren, sondern diese auch tatsächlich mit Leben gefüllt werden können. Aktuellen Planungen zufolge könnte in drei bis vier Jahren die erste Krebs-Impfung auf den Markt kommen. Erste Tests verliefen zumindest durchaus erfolgreich: Bei acht von dreizehn behandelten Hautkrebs-Patienten traten nach der Behandlung keine neuen Metastasen mehr auf. Allerdings laufen die Tests erst seit rund zwei Jahren. Langfristige Ergebnisse müssen daher noch abgewartet werden. Bei drei weiteren Probanden konnte zumindest festgestellt werden, dass die Tumore schrumpfen.

Impfungen gegen HIV und Tuberkulose sind auch in der Pipeline

Gleichzeitig arbeiten die Wissenschaftler von Biontech aber auch an Lösungen zur Behandlung von HIV und Tuberkulose. Dies wiederum dürfte auch das Interesse der Bill & Melinda Gates Foundation auf das Unternehmen gelenkt haben. Wie jetzt bekannt wurde, hat die Stiftung rund 50 Millionen Dollar in die Biotech-Firma investiert. Diese Summe könnte sich zukünftig zudem noch verdoppeln. Das Ziel ist es, Impfungen gegen HIV und Tuberkulose zu entwickeln, die dann in Schwellen- und Entwicklungsländern vorbeugend eingesetzt werden können. Die Eheleute Gates haben es sich mit ihrer Stiftung unter anderem zum Ziel gesetzt, die Gesundheitsversorgung in den ärmsten Ländern der Welt zu verbessern. Die Zusammenarbeit mit Biontech könnte dabei einen wichtigen Baustein darstellen und das Leben von unzähligen Menschen verbessern.


Via: Wiwo

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