Alternativen zum klassischen Ladegerät für das Smartphone gibt es bereits einige. Diese setzen zum Teil auf Wasserkraft, zumeist aber auf die Energie der Sonne. Diese Solarladegeräte bringen dabei aber ein Problem mit sich: Nachts beispielsweise sind sie vollkommen wirkungslos. Ein Team findiger Entwickler hat nun allerdings eine natürliche Methode entwickelt, um die Energie der Sonne auch nachts verfügbar zu machen. Sie entwickelten einen Blumentopf namens Bioo Lite, der über einen eigenen USB-Anschluss verfügt und so das Smartphone aufladen kann. Die dafür benötigte Energie wird gewonnen, indem die bei der Photosynthese der Pflanzen entstehende Energie in Elektrizität umgewandelt wird.


Via: Indiegogo Copyright: Bioo
Via: Indiegogo Copyright: Bioo

Dreimal täglich kann ein normales Smartphone geladen werden

Dieser Vorgang geschieht allerdings vollkommen automatisch. Alles was der Nutzer tun muss, ist, die Pflanze regelmäßig zu gießen. Anschließend produziert der Blumentopf dann Tag und Nacht Elektrizität. So kann mit Hilfe der Energie aus der Photosynthese dreimal am Tag ein handelsübliches Smartphone geladen werden. Wem das zu wenig ist, der kann sich auch gleich eine Art Mini-Blumenbeet mit der selben Ladefunktion zulegen. Das Bioo Panel soll dabei über eine Kapazität von 40 W verfügen und jährlich bis zu 280 Kilowattstunden Strom produzieren – vorausgesetzt man vergisst nicht, die Pflanzen regelmäßig zu wässern. Theoretisch kann die Elektrizität dabei natürlich auch für andere Dinge genutzt werden – beispielsweise, um eine Lampe zum leuchten zu bringen.

Im Dezember diesen Jahres sollen die ersten Exemplare verschickt werden

Die Entwickler setzen zur Umsetzung ihres Projekts auf die Unterstützung durch ein Crowdfunding. Interessenten können sich dabei auf der Plattform Indiegogo bereits jetzt einen der Blumentopf-Ladegeräte sichern. Kostenpunkt für frühzeitige Unterstützer: 120 Euro. Ausgeliefert werden sollen die besonderen Ladegeräte dann im Dezember diesen Jahres. Bis dahin könnte allerdings auch schon ein Konkurrenzprodukt auf dem Markt sein. Denn bereits vor einiger Zeit präsentierten drei chilenische Studenten das Ladegerät E-Kaia, das seine Energie ebenfalls aus Pflanzenerde bezieht. Dieses soll im Laufe des Jahres kommerziell vermarktet werden.


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