Der Fast-Food-Konzern McDonald’s ist bislang nicht gerade für seine Umweltfreundlichkeit bekannt. Plastikverpackungen und tonnenweise bedrucktes Papier landen rund um die Filialen nicht immer nur in der Tonne, sondern auch allzu oft irgendwo am Straßenrand. Doch das Unternehmen hat den Trend der Zeit erfasst und plant nun endlich, umzusatteln.


Erster Versuch im »Better M Store« in Berlin

Wenn alles gut geht, dann werden im Jahr 2025 sämtliche McDonald’s-Verpackungen in aller Welt aus recycleten, erneuerbaren oder zertifizierten Quellen stammen. Dann hat zumindest der Müll-Spuk ein Ende, wenn auf diese Weise auch nicht mehr Vitamine in den Burger wandern. Erste Tests wurden nun vom 17. bis 26. Juni in einer Filiale durchgeführt, die sich in der Mall auf Berlin befindet. Im »Better M Store« gab es über diesen Zeitraum zum Beispiel in Graspapier eingewickelte Burger zu kaufen, ebenso wie Ketchup aus der Waffelschale. Auch Mehrwegbecher für Getränke standen bereit, und der Salat kam aus einer Papierschachtel und wurde mit Holzbesteck statt mit Plastik gegessen.


Graspapier stammt von einem schwäbischen Startup

Der Versuch diente dazu, herausfinden, wie die Kunden auf dieses neue Nachhaltigkeits-Konzept reagieren. Außerdem wollten die Organisatoren wissen, ob der Geschmack der Lebensmittel weiterhin erhalten bleibt, die Abläufe reibungslos laufen und die Hygienevorgaben weiterhin einzuhalten sind. Gäste konnten ihr Feedback per Social Media hinterlassen; auf einer parallel laufenden Gesprächsplattform stellten sich Experten zum Gespräch. Das Graspapier stammte übrigens von dem schwäbischen Startup Apomore, das sein Produkt auch mit Bienenwachs veredelt anbietet. So entfaltet die Öko-Verpackung noch einen zusätzlichen Frischhalteeffekt, der bei McDonald’s aber nicht benötigt wird. Graspapier spart im Herstellungsprozess sehr viel Energie und Wasser, Chemikalien kommen dabei gar nicht erst ins Spiel. Ein Großteil des benötigten Grases stammt in diesem Fall direkt aus der Schwäbischen Alb, hat also keine langen Transportwege hinter sich.

Quelle: biooekoknomie.de

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1 Kommentar

  1. Olaf Barheine

    29. Juni 2019 at 16:58

    In der Stadt, im Wald, entlang der Landstraßen, am Rheinufer,… Die Verpackungen dieses Hamburger-Braters fliegen aber auch überall herum. Kann ich hier nicht sagen, was ich von der Klientel halte, die dort verkehrt und die ganze Landschaft vermüllt. 🙁

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