Mexiko, Kanada und die Vereinigten Staaten bilden mit der Nordamerikanischen Freihandelszone NAFTA bereits einen gemeinsamen Wirtschaftsraum. Nun möchten die drei Staaten Nordamerikas auch in Sachen Klimaschutz enger zusammenarbeiten. So haben sie sich bis zum Jahr 2025 ein gemeinsames Ziel gesetzt: Ab dann soll die Hälfte der in Nordamerika benötigten Energie aus emissionsfreien Quellen stammen. Die einzelnen Länder haben dabei allerdings noch einen unterschiedlich langen Weg vor sich: Während Kanada die Zielmarke – hauptsächlich aufgrund von Wasserkraftwerken – bereits übererfüllt und aktuell auf einen Wert von rund achtzig Prozent kommt, erreichen die Vereinigten Staaten momentan nur einen Wert von 32 Prozent und Mexiko gar nur von 22 Prozent.


Die Zielmarke gilt für ganz Nordamerika

„Wir glauben, dass es sich um ein aggressives Ziel handelt, bei dem wir aber sicher sind, dass es von allen drei Staaten kontinentweit erreicht werden kann und das von der Innenpolitik in allen drei Ländern gefördert wird“, erklärte Brian Deese, Klimaberater des Weißen Haus, auf einer Pressekonferenz. Damit spricht er auch einen wichtigen Punkt an: Die Zielmarke gilt für ganz Nordamerika. Selbst wenn es Mexiko also nicht gelingen sollte den Anteil emissionsfreier Energieträger mehr als zu verdoppeln, könnte dies von den beiden anderen Staaten ausgeglichen werden. Neben Erneuerbaren Energien sollen zudem Technologien zur dauerhaften Speicherung von CO2-Emissionen genutzt werden – und so emissionsfreie Kraftwerke schaffen.


Die Vereinigten Staaten haben noch einen weiten Weg vor sich

Welche Probleme dabei auf die Staaten noch zukommen können, zeigt das Beispiel der Vereinigten Staaten. Dort hat die Obama-Regierung den Clean Power Plan verabschiedet, um den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu beschleunigen. Aktuell kann das Gesetzespaket allerdings noch nicht umgesetzt werden, weil eine abschließende Entscheidung des Supreme Court noch aussteht. Hinzu kommt eine weitere Problematik: Die Abschaltung alter Atomkraftwerke führte in der Vergangenheit dazu, dass die Klimaemissionen zunächst anstiegen – weil beispielsweise Kohlekraftwerke die Lücke füllte. In Kalifornien hatten sich die Betreiber des letzten Atomkraftwerks und Umweltschutzgruppen zuletzt aber auf einen Fahrplan geeinigt, der die Abschaltung und den gleichzeitigen Ausbau Erneuerbarer Energien vorsieht.

Via: Popsci

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