Jeff Bezos hat in der Vergangenheit regelmäßig Amazon-Aktien verkauft. Dies geschah aber nicht, weil er an der Zukunft des Versandhändlers zweifelte. Stattdessen benötigte er das Geld für eine andere Vision: Mit dem Unternehmen Blue Origin will er die Raumfahrt revolutionieren und private Flüge ins All ermöglichen. Eines der ersten Ziele wird der Mond sein. Dies hängt auch mit politischem Druck zusammen. Denn erst kürzlich hat US-Vizepräsident Mike Pence die NASA gedrängt, möglichst schnell auf den Erdtrabanten zurückzukehren. Die US-Behörde wiederum reagierte darauf, indem sie die Kooperation mit privaten Firmen ausweitete. Blue Origin unterzeichnete in diesem Zusammenhang einen Vertrag über die Entwicklung von Landesystem für den Mond.


Bild: Blue Origin

Sogar Menschen sollen in der Landefähre Platz finden

Wichtiger aber noch: Die NASA erklärte sich bereits, Analysen über mögliche Landeplätze auf dem Mond an das Privatunternehmen zu verkaufen. All dies scheint für Jeff Bezos Grund genug gewesen zu sein, die Pläne für einen Flug zum Mond jetzt zu forcieren. In einer Kongresshalle in Washington präsentierte er daher der Öffentlichkeit die von seiner Firma konstruierte Mondlandefähre Blue Moon. Diese wurde innerhalb von drei Jahren entwickelt und ist in der Lage bis zu vier Fahrzeuge sowie wissenschaftliche Geräte und sogar Personen zum Mond zu fliegen. Insgesamt können mit dem neuen Gerät bis zu 3,6 Tonnen Ladung transportiert werden. Einen detaillierten Zeitplan für die Rückkehr zum Mond gibt es bisher aber noch nicht.

Bezos hält die Erschließung des Sonnensystems für unvermeidlich

Bezos sagte lediglich: „Es ist Zeit, zum Mond zurückzukehren – und dieses Mal, um zu bleiben“. Die US-Regierung wiederum hat das Jahr 2024 als Zielmarke ausgegeben und Blue Origin kündigte an, diese Deadline einhalten zu können. In der Raumfahrt kommt es aber schon fast traditionell immer wieder zu Verzögerungen. Jeff Bezos lässt allerdings keinen Zweifel daran, dass er über kurz oder lang Menschen auf den Mond bringen möchte. Die Besiedlung des Weltraums ist für ihn kein reines Hobby. Vielmehr betrachtet er es als Notwendigkeit, um die Menschheit auf die Zukunft vorzubereiten. So hofft er, auf diese Weise, unter anderem zukünftige Energiekrisen verhindern zu können. Angst vor der Aufgabe hat er offensichtlich nicht: „Die Zukunft ist in guten Händen“, verkündete er in Washington.


Via: Engadget

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