Amazon-Gründer Jeff Bezos hat eine Vision. Er möchte es ermöglichen, dass Millionen von Menschen im Weltall leben und arbeiten können. Dazu hat er das Unternehmen Blue Origin gegründet. Dieses soll Flüge in den Weltraum zukünftig deutlich günstiger anbieten als bisher. Kernstück der Strategie ist es, den Raketenantrieb sicher wieder auf der Erde zu landen. Dieser kann dann mehrmals zum Einsatz kommen, was enorme Kosten spart. In einem ersten unbemannten Probeflug in die Erdatmosphäre ist genau dies nun gelungen: Der Raketenantrieb schaltete sich auf dem Rückflug wieder ein und sorgte für ein sicheres Aufsetzen auf der Erde.


Credit: Blue Origin
Credit: Blue Origin

Kapsel und Antrieb kamen getrennt zurück zur Erde

Zum Schluss wurde die Geschwindigkeit dabei auf gerade einmal rund 7 Stundenkilometer reduziert. Zuvor allerdings war die New Shepard Rakete mit der gewohnten Geschwindigkeit nach oben geschossen. In einer Höhe von 100,5 Kilometern kam es dann zur planmäßigen Trennung von Kapsel und Raketenantrieb. Die Kapsel verblieb einige Zeit in der Erdumlaufbahn und kehrte dann wie gewohnt zur Erde zurück. Der Fall wurde dabei durch Fallschirme gebremst. Neu war diesmal, dass auch der Raketenantrieb kontrolliert zur Erde zurückflog. Rund 1,5 Kilometer über der Erdoberfläche schaltete sich dazu der Antrieb wieder ein und verringerte die Geschwindigkeit des Falles dementsprechend.

SpaceX verfolgte bereits ähnliche Pläne

Die Ingenieure von Blue Origin sind nicht die ersten mit der Idee, den Antrieb mehrmals zu nutzen. SpaceX beispielsweise versuchte vor kurzem ebenfalls eine zurückkehrende Rakete aufzufangen, scheiterte aber knapp. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die SpaceX-Variante tatsächlich bis in den Weltraum flog, während der New Shepard lediglich die Erdumlaufbahn besuchte. Blue Origin möchte die Technik in einem ersten Schritt zukünftig nutzen, um vergleichsweise kostengünstige Touristenflüge in die Erdatmosphäre anbieten zu können. SpaceX hingegen übernimmt für die NASA Versorgungsflüge zur Internationalen Raumstation.


Via: Mashable

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