Die Unterdrückung der Aktivität kleiner Moleküle namens microRNA konnte in der Vergangenheit mit dem Auftreten blutgebundener Krebserkrankungen verbunden werden. Forscher aus Australien haben nun eine Methode entwickelt, um niedrige microRNA-Level in geringen Mengen Blut nachzuweisen. In Zukunft könnte ein kleiner Stich in den Finger ausreichen, um Krebsarten wie Leukämie zu diagnostizieren.


Blut
Foto: „Bleeding finger“ Crystal (Crystl) aus Bloomington, USA – Flickr CC BY-S A 2.0 (VIA WIKIMEDIA COMMONS)

Ein Tropfen Blut reicht aus

Die Methode wurde von Forschern der University of New South Wales (UNSW) in Australien entwickelt. Für die Diagnose kommen goldummantelte Nanopartikel zum Einsatz, die mit DNA modifiziert wurden, sodass sie mit einer bestimmten microRNA interagieren und sich mit den Molekülen verbinden. Im Anschluss können die microRNA-Nanopartikel-Komplexe einfach mit einem Magneten aus dem Blut extrahiert werden. Aktuelle Testmethoden für microRNA-Level benötigen nicht nur mehr Blut, sondern sind auch deutlich teurer und mit 12 Stunden zeitaufwändiger als der 30-minütige Test der australischen Forscher. Außerdem ist der Test empfindlicher und kann so Fluktuationen im verschiedener microRNA-Level schneller erkennen.

Now we get more of the microRNA because the dispersible electrodes capture nearly everything in the sample. Because the capture is so effective, we get higher sensitivities and can detect much lower limits. And since we bring them back to the electrode under a magnet, our response time is much faster„, so Professor Justin Gooding, der an der Studie beteiligt war.


Theoretisch sollte es mit dem Test möglich sein, microRNA-Level mit einem einzigen, nicht weiter behandelten Bluttropfen zu bestimmen. Dieser könnte ähnlich wie bei Diabetes-Patienten durch einen simplen Stich in den Finger gewonnen werden.

Als nächstes wollen die Forscher herausfinden, wie gut ihre Methode mit einer weiteren Diagnosemethode zusammenarbeitet, die ebenfalls an der UNSW entwickelt wird und auf ein Malaria-Protein setzt, um Krebszellen in einem frühen Stadium im Blut zu detektieren. „ The malaria protein technology works by detecting cancer cells, rare cells in particular. These are found in the blood also and so are also compatible with the liquid biopsy concept. We are detecting small molecules found in the blood which could also identify the type of cancer, while they are looking for rare cells that are responsible for the spread of cancer. The two technologies could work very well together„, so Gooding weiter.

via University of New South Wales

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