Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat vor einigen Jahren beschlossen, den Transport von Material und Astronauten in das Weltall zu privatisieren. In einer öffentlichen Ausschreibung wurde dabei unter anderem Boeing ausgewählt, ein entsprechendes Raumschiff zu konzipieren und später zu betreiben. Die Pläne für die neue Raumfähre sind dabei seit einiger Zeit fertig, nun bekam die Neuentwicklung auch einen einprägsamen Namen: Starliner. Noch im Laufe dieses Jahres soll dann im weltberühmten Kennedy Space Center in Florida mit dem Bau einer ersten Testversion begonnen werden. Diese wird zwar nie ins Weltall fliegen, muss aber bereits am Boden eine Reihe von Tests bestehen.


Via: Gizmag Copyright: NASA
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Der Starliner muss sich zunächst bei zwei Probeflügen beweisen

Diese sollen bis zum Jahr 2017 abgeschlossen werden. Daraufhin ist dann der Bau des ersten echten Starliners geplant. Dieser soll von der amerikanischen Raumstation in Cape Canaveral mit Hilfe einer Atlas V Rakete ins Weltall steigen. Auch hier muss der Starliner aber zunächst noch in zwei Probeflügen sein Können unter Beweis stellen. So wird zunächst ein unbemannter und später noch ein bemannter Testflug stattfinden. Erst wenn dabei keine gravierenden Probleme auftreten, erhält der Starliner offiziell die Zertifizierung Personen und Material ins Weltall zu befördern. Hauptsächlich wird der Starliner dabei dazu dienen, Astronauten zur Internationalen Raumstation und wieder zurück zu bringen.

Auch Weltraumtouristen könnten befördert werden

Um den Bau und den Betrieb der nicht gerade günstigen Weltraumtransporter zu finanzieren, könnte Boeing aber auch zahlende Kunden mit dem Starliner in den Weltall transportieren. Die NASA dürfte in jedem Fall erleichtert sein, wenn der neue Weltraumtransporter von Boeing endlich seine Arbeit aufnimmt. Momentan nämlich besitzen die Amerikaner keine eigenen Raumschiffe, um Menschen zur Internationalen Raumstation zu befördern. Stattdessen sind sie auf die Nutzung russischer Sojus-Raketen angewiesen. Deren Einsatz lässt sich die russische Raumfahrtbehörde allerdings recht teuer bezahlen.


Via: Gizmag

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