Die Gehirnforschung vollführte in den letzten Jahrzehnten wahre Quantensprünge, und das könnt ihr euch nach Kräften zunutze machen. Experten haben längst herausgefunden, was die grauen Zelten wirklich jung hält und so dem Gehirnrost keine Chancen lässt. Mit ein paar einfachen Tricks schafft ihr die beste Basis, um auch noch als 80-Jährige auf geistiger Höhe zu sein.


Von Polygon data were generated by Life Science Databases(LSDB). – Polygon data are from BodyParts3D.[11], CC BY-SA 2.1 jp, Link

Der Wille, etwas Neues zu lernen, ist essentiell

Eines vorweg: Vor Erkrankungen kann euch natürlich niemand schützen, trotzdem macht es absolut Sinn, das Gehirn mit wachsendem Alter in Bewegung zu halten. Zum besten Brain-Jogging-Programm gehören natürlich, wie viele sicher längst wissen, die körperliche Bewegung, eine erfolgreiche Stress-Strategie und ganz viel Kommunikation mit anderen Menschen. Die Flimmerkiste sollte übrigens möglichst viel ausbleiben, aber das ist ein anderes Thema, über das Trends der Zukunft gerade erst berichtete. Doch gibt es noch eine weitere Komponente, die häufig aus Bequemlichkeit viel wenig Beachtung findet: der Wille (und die Neugier!) immer wieder etwas Neues zu lernen, auch fernab von dem bereits Gewohnten.

Traut euch auch im Alter etwas zu!

Regelmäßig Neues zu lernen, das bedeutet einerseits, Wissens- und Tätigkeitslücken aufzufüllen, die ohnehin im aktuellen Interessensbereich liegen. Wer gerne und häufig kocht, sollte zum Beispiel immer mal wieder neue Rezepte ausprobieren. Hobbymaler können sehr gut ganz neue Motive oder Techniken vertragen, vielleicht mal mehr abstrahieren oder gewagte Themen in Angriff nehmen. Andererseits ist mit dem Erlernen neuer Dinge auch gemeint, bislang völlig fremde Bereiche für sich zu erobern. Wer gern und häufig am Rechner sitzt und sich wenig in der Natur aufhält, könnte zum Beispiel Angeln oder Gärtnern lernen. Menschen, die sich eher mit Zahlen und Rechnungen beschäftigen, erlernen im höheren Alter eine neue Fremdsprache, um sich fit zu halten. Diese Taktik bringt den meisten Erfolg, es bilden sich tatsächlich auch in 80 Jahre alten Gehirnen neue Synapsen zwischen den Nervenzellen! Also: Traut euch etwas zu, auch wenn ihr schon ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel habt!


Auch bei 60-Jährigen bildet sich neue Nervenzellensubstanz

In einem spannenden Versuch brachte ein Neurowissenschaftler 60-jährigen Personen das Jonglieren bei, und zwar mit drei Bällen. Die begleitenden Kernspintomographien zeigten, dass dabei die graue Nervenzellensubstanz in mehreren Gehirnzonen anwuchs! Vor allem sprach das Experiment den Bereich »Area MT« (zuständig für Motorik in Verbindung mit räumlicher Wahrnehmung), den Hippocampus und den Nucleus accumbens an (Belohnungs- und Wohlfühlzentrum). Das klingt doch gut, oder? Also nicht im Alter nach und nach einsumpfen, sondern immer wieder neu aktiv werden, denn euer Gehirn ist viel cooler drauf, als ihr denkt.

Quelle: geo.de

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