Der zunehmende Ausbau der Erneuerbaren Energien stellt auch die nationalen Stromnetze vor immer größere Herausforderungen. Denn diese müssen mit der teilweise stark schwankenden Stromproduktion zurechtkommen. Ein Ansatz, diese Problematik zu entschärfen, ist es, durch den Einsatz von smarter Technologie die Nachfrage an das Angebot anzupassen. Der Kühlschrank und die Waschmaschine könnten dann beispielsweise immer dann besonders viel Energie verbrauchen, wenn ohnehin gerade viel Strom produziert wird. Britische Forscher haben nun eine Technologie entwickelt, die es ermöglicht, diesen Ansatz großflächig zum Einsatz zu bringen: Sie haben Daten über das nationale Stromnetz übermittelt. Bei einem Test mit insgesamt zwanzig Empfängern wurden hundert Prozent der übermittelten Daten auch korrekt empfangen.


Das Stromnetz wirkt wie ein riesiger smarter Stromzähler

Auf diese Weise wirkt das Stromnetz wie ein riesiger smarter Stromzähler und kann für einen effizienten Einsatz der vorhandenen Energie sorgen. So könnten beispielsweise die Kühlschränke in den Haushalten angewiesen werden, in Zeiten von niedriger Stromnachfrage die Temperatur um 0,5 Grad Celsius zu senken. Dadurch wird die Belastung des Netzes reduziert und die Kühlschränke benötigen in Zeiten hoher Stromnachfrage weniger Energie. Im Einzelfall ist dies natürlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Nutzung des Stromnetzes als Datenübermittler ermöglicht aber den großflächigen Einsatz, was dann durchaus einen beachtlichen Effekt hat – und nebenbei den Stromkunden bares Geld sparen kann.


Jährlich lasen sich Kosten in Milliardenhöhe einsparen

Denn Schätzungen der National Infrastructure Commission zufolge, könnten die britischen Haushalte durch eine smarte und effiziente Nutzung des Stromnetzes jedes Jahr um fast zehn Milliarden Dollar entlastet werden. Hinzu kommt ein weiterer positiver Effekt: Generatoren, die mit fossilen Energieträgern arbeiten und bisher vor allem in Zeiten von extrem hoher Nachfrage angeworfen werden müssen, könnten überflüssig werden. Das Klima würde also auch von der Einführung eines smarten Stromnetzes profitieren. Der Vorteil der Technik liegt zudem darin, dass sie ganz einfach in die bestehende Infrastruktur integriert werden kann. Hohe Investitionen in den Aufbau neuer Stromleitungen sind also nicht notwendig.

Via: Inhabitat

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