Brustkrebs ist diejenige Krebsart, die bei Frauen am häufigsten diagnostiziert wird. Knapp 70.000 Frauen pro Jahr müssen in Deutschland diese schlechte Botschaft entgegennehmen, über 17.000 sterben an der Krankheit. Wie wäre es, den Brustkrebs statt mit Chemotherapie und Bestrahlung einfach mit einer Impfung zu besiegen? Das dafür benötigte Mittel wurde nun vielleicht in der Mayo Clinic in Florida, USA, gefunden.


Von National Cancer Institute – US National Institutes of Health – National Cancer Institutehttp://www.cancer.gov/cancertopics/pdq/screening/breast/Patient/page3http://www.cancer.gov/images/cdr/live/CDR415525-750.jpg, Gemeinfrei, Link

Der Krebs befand sich im frühen Stadium

Lee Mercker (35), die mit frisch festgestelltem Brustkrebs an diese Klinik verwiesen wurde, um an einer medizinischen Studie teilzunehmen, gilt als geheilt. Ihr Tumor befand sich in einem sehr frühen Stadium. Die Patientin erhielt drei Impfungen in die Arme und nach drei Wochen noch einmal dieselbe Dosis. Das Ganze wurde insgesamt viermal wiederholt, dann war die Behandlung abgeschlossen.

Der Impfstoff aktiviert das Immunsystem

Der Versuchsimpfstoff sollte das Immunsystem anregen, damit dieses das Geschwulst attackiert, so erklärte Dr. Saranya Chumsri, Ärztin an der Mayo Clinic, die Methode. Der Tumor schrumpfte ziemlich schnell, während die T-Zellen ihre Arbeit verrichteten. Zur Sicherheit ließ sich Mercker trotzdem beide Brüste abnehmen, um ganz sicherzugehen, dass der Krebs ihren Körper wirklich für alle Zeiten verlässt.


Auch Tumore der Stufe 4 zeigen sich empfindlich

Sieben Monate nach der ersten Diagnose fühlt sich die ehemalige Krebspatientin nun völlig gesund. Aktuell testet die Mayo Clinic den Versuchsimpfstoff an weiteren Frauen und meldet sogar bei Tumoren der Stufe 4 positive Ergebnisse. Demnächst sollen weitere Tests stattfinden, die die vorbeugende Wirkung des Medikaments ins Visier nehmen. Insgesamt ist nicht zu erwarten, dass der Brustkrebs-Impfstoff in nächster Zeit zugelassen wird und auf den Markt gelangt: Dafür ist es leider noch viel zu früh. Die Ergebnisse müssen erst untermauert werden und auch die möglichen Nebenwirkungen gehören unter die Lupe.

Quelle: stuttgarter-nachrichten.de

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