Sporttauchern ist ein tolles Hobby. Wie schwerelos durchs Wasser zu gleiten und dabei die Unterwasserwelt zu genießen macht einen Heidenspaß. Aber all dieser Spaß sollte nicht darüber hinweg täuschen, dass auch Sporttauchern gefährlich ist. Immer wieder kommt es zu Unfällen. Das Startup Free Linked GmbH von drei Gründern aus Pforzheim möchte die Sicherheit beim Tauchen mit einem cleveren Wearable namens Buddy-Watcher verbessern. Die Erfindung wird unter anderem heute Abend im TV in „Die Höhle der Löwen“ ab 20:15 Uhr auf Vox vorgestellt.


Buddywatcher
Buddywatcher © VOX/Bernd-Michael Maurer

Kommunikation unter Wasser

Sporttaucher tauchen in vielen Fällen zu zweit. Der sogenannte Buddy weicht seinem Partner nicht von der Seite. Wenn es unter Wasser zu Schwierigkeiten kommt, dann kann der Buddy aushelfen. So verfügt jedes Tauchsystem beispielsweise über einen zweiten Lungenautomaten, falls das System des Buddys defekt ist oder ihm die Luft ausgeht. Es ist statistisch bewiesen, dass die Anwesenheit eines Partners bereits die Sicherheit unter Wasser erhöht. Um effektiv gemeinsam tauchen zu können, ist Kommunikation allerdings unerlässlich. Die beiden Partner müssen ständig dicht beinander sein, um sich im Notfall schnell helfen zu können. Kommunikation beim Tauchen ist nur mit Handzeichen möglich und besonders in Trüben Gewässern schwierig. Bei schlechter Sichtweite verlieren die Partner sich auch schnell aus den Augen.

Hier setzt der Buddy-Watcher von Michael Feicht, Sergej Koch und Eduard Sabelfeld ein. Es handelt sich um ein Wearable ähnlich einer Smartwatch, das per Knopfdruck über eine Distanz von 20 Metern ein Vibrieren an dem korrespondierenden Gerät des Partners auslöst. Außerdem löst der Buddy-Watcher ebenfalls ein Vibrieren aus, wenn der Abstand zwischen den beiden Partnern 20 Meter überschreitet. Zwar gibt es bereits vergleichbare Systeme, aber der Buddy-Watcher setzt auf seinen günstigen Preis von ca. 200 Euro für zwei Geräte sowie die handlichen Dimensionen des Geräts.


Verständigung über Ultraschall

Der Buddy-Watcher setzt zur Kommunikation mit dem Partnergerät auf Ultraschallwellen im Bereich 60.000 bis 70.000 Hertz, um die Unterwasserwelt nicht zu stören. Die meisten Fischarten nehmen Ultraschallwellen nur bis 20.000 Hertz wahr. Mit ihrem Projekt kommen die Gründer bisher unterschiedlich gut an. Besonders die Entladefunktion, mit der das Team die Beschädigung des Akkus durch die im Tauchsport normale unregelmäßige Nutzung verhindern wollen, wird von Tauchern durchwachsen gesehen.

Das Gerät ist unter anderem auch deshalb besonders, weil fast alle Teile lokal im Schwarzwald produziert werden. Das Gehäuse kommt von der Firma Polyrack aus Straubenhardt, die Elektronik teilweise aus dem südlichen Teil des Nordschwarzwald. Die Software des Buddy-Watcher haben die Gründer selber programmiert.

Der Buddy-Watcher ist momentan im deutschsprachigen Raum in vielen Tauchshops und natürlich über das Internet erhältlich, und in Kürze soll auch der Verkauf in Großbritannien beginnen. In Zukunft wollen die Gründer auch in die USA expandieren, wo der weltweit größte Markt für Raucherzubehör ist.

Der Buddy-Watcher bei Die Höhle der Löwen auf Vox

Die Anfangsfinanzierung für den Buddy-Watcher lief über ein Gründerstipendium. Inzwischen konnte das sechsköpfige Free-Linked-Team mehrere Investoren von Ihrem Projekt überzeugen, unter anderem die BR Steuerberatungsgesellschaft aus Pforzheim sowie Frank Straub, der Enkel des Firmengründers von Blanco in Oberderdingen.

Doch nun sind die Macher auf der Suche nach einem großen Investor. Zu diesem Zweck stellen sie ihr Projekt heute Abend bei der Sendung “Die Höhle der Löwen” auf Vox vor. Ein Investment einer der Löwen würde den Buddy-Watcher entscheidend voranbringen. Ob es Ihnen gelingt, einen der Geschäftsmänner von ihrer Idee zu überzeugen, bleibt abzuwarten.

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