Eine Welt ohne Bienen, das wäre ein echtes Schreckenszenario! Wir brauchen die kleinen Tierchen dringend, um unsere Pflanzen zu bestäuben, außerdem gehören sie schlicht und einfach zu unserem natürlichen Umfeld. Trotzdem befinden sich die fleißigen Insekten aktuell auf dem Rückzug – und Schuld ist der Mensch. Die holländische Stadt Utrecht steuert nun kräftig gegen.


Foto: Yvonne Salmen
Foto: Yvonne Salmen

Es wird allmählich modern, Blühstreifen zu säen

Bienen haben es heutzutage gar nicht leicht, denn die Aktivitäten der Menschen lassen ihnen immer weniger Raum zum Überleben. Versiegelte Flächen, kurzgeschorener Rasen, Schotterbeete und der Einsatz von Pestiziden drängen die Tiere immer mehr zurück. Es gibt schon spürbar weniger von ihnen, doch zum Glück geraten die Bienen nun verstärkt ins Visier umweltliebender Menschen. Es wird allmählich modern, Blühstreifen im Garten, auf Wiesen und Feldern zu säen. Sogar auf Verkehrsinseln und an Straßenrändern sprießen im Sommer immer mehr buntgemischte heimische Blumen, die den Bienen als breitgefächerte Nahrungsquelle dienen.

Den Bienen ist damit geholfen – und den Menschen ebenfalls

Die Stadt Utrecht hat sich jetzt etwas ganz Besonderes ausgedacht: Die Planer haben erkannt, dass die Dächer der zahlreichen Bushaltestellen sozusagen brachliegende Fläche sind, die sich durchaus auch noch begrünen lässt. Nun werden diese Stellen mittels Bepflanzung zu echten Bienen-Snackbars! Insgesamt ergibt sich sicher eine beachtliche Zahl an Quadratmetern, denn Utrecht nennt Hunderte von Haltestellen sein Eigen. Durch die Pflanzen sollen sich auch die Luftqualität der Stadt verbessern – und ganz nebenbei ergibt sich eine optische Augenweide. Die Gärtner fahren zur Blumenpflege mit einem Elektrofahrzeug durch die Straßen, und bis zum Jahr 2028 sollen auch die Busse allesamt elektrisch fahren.


Welche Flächen ließen sich darüber hinaus in dieser und anderen Städten bepflanzen? Sicher gibt es noch Tausende Möglichkeiten, an die noch niemand gedacht hat! Wenn dieser Trend um sich greift, können wir in Zukunft in Bienen- und Blumenstädten leben.

Quelle: noz.de

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.