Startups, die sich daran machen, streng regulierte Branchen zu erobern, testen dabei immer wieder Grenzen aus. Da werden Vorschriften schon einmal kreativ ausgelegt oder schlicht ignoriert, um zu sehen wie die Öffentlichkeit und die zuständigen Behörden darauf reagieren. Bekanntestes Beispiel dafür ist das Taxi-Unternehmen Uber, das sich in zahlreichen Ländern Verboten oder Verbotsdrohungen gegenübersieht. Das Bus-Startup Leap musste nun die Erfahrung machen, dass auch die amerikanischen Behörden nicht immer ein Auge zudrücken. Wie das Unternehmen auf Facebook mitteilte, muss der Liniendienst in San Francisco bis mindestens Ende der Woche gestoppt werden.


Bus aus zukunft
Leap lässt Bus aus der Zukunft fahren

Leap spricht von einer letzten Hürde

Die Firma selbst spricht nur vage von „verschiedenen rechtlichen Problemen“. Die zuständige „California Public Utilities Commission“ ging da gegenüber der Nachrichtenseite Buzzfeed schon näher ins Detail. Dort erklärte ein Sprecher, dass die Firma mehrere Auflagen verletzt habe und deswegen in Kalifornien nicht weiter aktiv sein dürfe. Dem Vernehmen nach soll Leap es versäumt haben, verschiedene Nachweise einzureichen – beispielsweise für die Versicherung der Fahrer und über die Durchführung der vorgeschriebenen Drogen und Alkoholtests. Das Startup selbst wollte sich zu diesen Vorwürfen bisher nicht öffentlich äußern und erklärte auf Facebook nur allgemein: „Während wir davon überzeugt sind, dass unser Service in vollem Einklang mit allen staatlichen und lokalen Gesetzen steht, haben wir uns doch entschieden unseren Dienst einzustellen, bis diese letzte Hürde übersprungen ist.“

Komfort soll den Unterschied machen

Leap bietet seit März zu bestimmten Uhrzeiten einen Linienbusservice in San Francisco an. Die Fahrkarten sind in etwa doppelt so teuer wie im öffentlichen Personennahverkehr, dafür fährt der Leap-Bus allerdings eine Strecke, die sonst nicht bedient wird und bietet deutlich höheren Komfort. So sind in den Bussen teilweise Arbeitsplätze mit USB-Anschluss eingerichtet, es gibt aber auch Sitzecken im Lounge-Stil.


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