Auf den ersten Blick erscheint es etwas merkwürdig, ein neues Produkt damit zu bewerben, dass es sich besonders leicht reparieren lässt. Gerade bei Entwicklungen für die Schwellen- und Entwicklungsländer ist dies aber von entscheidender Bedeutung. Viele raffinierte Erfindungen erwiesen sich bei der Armutsbekämpfung als unbrauchbar, weil irgendwann kleinere Dinge kaputtgingen und niemand vor Ort in der Lage war die entsprechende Reparatur durchzuführen. Die Solartoilette soll deshalb über verschiedene Sensoren verfügen, die bei einem auftretenden Problem, die zu reparierende Stelle identifizieren. Eine zuvor bestimmte Person bekommt dann einfach ein Tutorial auf sein Smartphone gesendet und kann das kaputte Teil ohne größere Vorkenntnisse ersetzen.


Via: http://www.fastcoexist.com/3047460/this-gates-funded-toilet-of-the-future-is-built-so-anyone-can-repair-it
Via: http://www.fastcoexist.com/3047460/this-gates-funded-toilet-of-the-future-is-built-so-anyone-can-repair-it

Die Solartoilette hat schon mehrere Preise gewonnen

Aber auch technisch ist die in Indien entwickelte Caltech-Toilette durchaus innovativ. Sie kann das Schmutzwasser mit Hilfe eines biochemischen Verfahrens wieder aufbereiten und so sauberes Wasser produzieren. Die dazu benötigte Energie wird mit Hilfe von Solarmodulen gewonnen. Die Kombination aus innovativer Technik und einfachen Reparaturmöglichkeiten hat dabei auch schon einige Experten überzeugt. Bereits 2012 gewannen die Entwickler einen Wettbewerb der Gates-Foundation mit dem Namen „Reinvent the Toilet“. Das dabei gewonnene Geld wurde zur Entwicklung von verschiedenen Prototypen eingesetzt. Nun hat das Projekt auch bei Vodafones „Wireless Innovation Project“ den ersten Preis gewonnen und erhält in den nächsten drei Jahren 300.000 Dollar.

Indiens Regierung setzt auf eine Toiletten-Offensive

Das Problem fehlender Toiletten ist dabei nicht zu unterschätzen. Schätzungen zufolge haben mehr als zwei Milliarden Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern keinen Zugang zu ausreichenden Sanitäranlagen. Dies führt nicht nur zur Ausbreitung von Krankheiten, sondern ist auch sonst mit zahlreichen Gefahren verbunden. Indiens neuer Premierminister Narenda Modi hat daher den Slogan „Erst die Toiletten, dann die Tempel“ geprägt. Die Caltech-Toilette könnte bei dieser Initiative eine wichtige Rolle spielen, weil sie unabhängig von vorhandener Infrastruktur arbeiten kann und bei Problemen direkt auch Lösungen liefert.


Via: Springwise

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