So richtig haben sich Elektroautos in Deutschland noch nicht durchgesetzt. Die Gründe sind vielfältig, vor allem liegt die mangelnde Umstiegsbereitschaft aber an den Preisen und an Bedenken wegen der Reichweite und dem unzureichenden Ausbau des Ladesäulen-Netzes. Anders sieht es jedoch bei Carsharing aus. Der zu BMW gehörende Carsharing-Anbieter Drive Now reagiert nun und elektrifiziert seine Flotte.


Mehr Elektroautos

Der Anbieter führte unter 1500 Kunden eine Umfrage durch. Das Ergebnis: Vier von fünf Carsharing-Nutzern ziehen Elektroautos konventionellen Verbrennerfahrzeugen vor. Manche Kunden nehmen dafür sogar längere Wege in Kauf. Zwei Drittel der Kunden verbinden mit den Stromern einen höheren Fahrspaß, beinahe Dreiviertel nutzen die Elektrofahrzeuge aus Umweltschutzgründen.


Drive Now wird nun aus diesen Ergebnissen Konsequenzen ziehen und die Zahl der Elektroautos in der eigenen Flotte weiter steigern. Deutschlandweit sind 6400 Drive-Now-Autos unterwegs, von denen 970 elektrisch fahren. „ Wir bieten unseren Kunden schon heute in allen Städten eine elektrische Alternative an„, so Drive- Now-Geschäftsführer Sebastian Hofelich. Von besonderer Bedeutung für die Nutzung von Elektrofahrzeugen als Carsharing-Autos ist die Ladeinfrastruktur.

Hofelich weist dabei auf eine Vereinbarung mit der Stadt Hamburg hin. Diese hat sich verpflichtet, bis 2019 etwa 1000 neue öffentliche Ladepunkte zu bauen, während Drive Now den Anteil elektrischer Fahrzeuge in der Flotte erhöht. Momentan sind in Hamburg 200 BMW i3 von Drive Now unterwegs, bis 2019 sollen es 550 werden.

Weiterer Ausbau des Ladepunkt-Netzes geplant

Auch in Berlin, wo Drive Now eine Zusammenarbeit mit Daimlers Tochtergesellschaft Car2Go eingehen will, ist das Thema Flotten-Elektrifizierung präsent. Die Unternehmen wollen Mobilitätsdienstleitungen rund um das vernetzte Elektroauto unter einem Dach anbieten.

Insgesamt wollen Daimler und BMW ihre 143.000 Ladestationen langfristig zum größten Netz an öffentlichen Ladepunkten zusammenführen und ausbauen. Das Projekt wird zwar weiterhin unter den jeweiligen Markennamen (Moovel bei Daimler und Reacch Now bei BMW) geführt werden, aber zusammengehören. Die EU-Wettbewerbshüter prüfen das Vorhaben aktuell.

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2 Kommentare

  1. Volker Keiner

    23. Oktober 2018 at 16:27

    E-Autos sind ganz sicher ,aus vielen Gründen der völlig falsche Weg

  2. Nikolai Grewe

    25. Oktober 2018 at 08:41

    Als Einwohner Münchens:
    Wir haben kein Problem mit unseren Parkplätzen, wir haben ein Problem mit den Pendlern, die täglich unsere Stadt überfluten!

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